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Corona-Lockerungen: Was sich ändert und was nicht

Der Schulbetrieb in Niedersachsen soll beginnend mit den Abschlussklassen ab 27. April wieder aufgenommen werden. Ab 4. Mai folgen die nächsthöheren Klassen. Großveranstaltungen bleiben bis Ende August untersagt.

Anstehende Prüfungen sind bereits vorher möglich. Die Kultusminister der Länder sollen bis zum 29. April ein Konzept vorlegen solle, "wie der Unterricht unter besonderen Hygiene- und Schutzmaßnahmen, insbesondere unter Berücksichtigung des Abstandsgebots durch reduzierte Lerngruppengrößen, insgesamt wieder aufgenommen werden kann",  Dabei solle neben dem Unterricht auch das Pausengeschehen und der Schulbusbetrieb mit in den Blick genommen werden. «Jede Schule braucht einen Hygieneplan.» Die Schulträger seien aufgerufen, die hygienischen Voraussetzungen vor Ort zu schaffen und dauerhaft sicherzustellen. Laut Ministerpräsident Stephan Weil sollen Abschlussklassen (10 und 13) schon ab dem 27. April wieder in die Schulen können.

In Kindertagesstätten soll es zunächst bei der Notbetreuung bleiben. Die Berufsgruppen, die diese nutzen können, sollen allerdings erweitert werden. Wann die Kitas öffnen, will Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Blick auf die Infektionszahlen mit den Ministerpräsidenten vereinbaren.

Großveranstaltungen sollen wegen der Corona-Pandemie bis zum 31. August grundsätzlich untersagt werden. Konkrete Regelungen, etwa zur Größe der Veranstaltungen, sollen durch die Länder getroffen werden. Betroffen sind auch Fußballspiele mit Zuschauern - nicht aber Geisterspiele. Betroffen sein werden auch das Schützen- und das Maschseefest in Hannover.

Religiöse Zusammenkünfte sollen weiter untersagt bleiben, man wolle gemeinsam mit der Politik und den Kirchen weitere Gespräche führen, so Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Geschäfte mit bis zu 800 Quadratmetern Fläche dürfen demnach ab Montag unter Auflagen öffnen. Dies gilt unabhängig von der Verkaufsfläche auch für Kfz-Händler, Fahrradhändler und Buchhandlungen. Die Geschäfte sollen demnach unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen wieder öffnen dürfen. Frisörbetriebe dürfen unter Auflagen ab 4. Mai öffnen. Die massiven Einschränkungen in der Corona-Krise mit der Schließung von Geschäften hatten die Wirtschaft schwer belastet. Der private Konsum ist eingebrochen, wie das Wirtschaftsministerium in einem aktuellen Bericht geschrieben hatte.

Bund und Länder wollen außerdem das Tragen von Alltagsmasken im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel "dringend" empfehlen. Eine generelle bundesweite Maskenpflicht soll es demnach aber nicht geben.

Die seit Wochen geltenden Kontaktbeschränkungen werden grundsätzlich bis mindestens 3. Mai verlängert. 

Die Lockerungsmöglichkeiten sollen 14 Tage lang beobachtet und dann neu bewertet werden. Man habe bei den Infektionsraten "nicht viele Spielräume", so Merkel.

(mit dpa)




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