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Container statt OHG-Bunker für 1,6 Millionen Euro

Es sei „nahezu aussichtslos, den Bunker dauerhaft von Mäusen zu befreien“ urteilt eine Fachfirma, die sich das marode OHG-Gebäude angeschaut hatte. Und auch die Stadt kommt zu einem deutlichen Urteil: Der Erhalt der maroden Räume sei „unwirtschaftlich und riskant“. Kommt jetzt ein Containergebäude für 1,6 Millionen?

Soll durch Container ersetzt werden: der „Bunker“ am OHG. FOTO: ARCHIV
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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

In den neuen Containern sollen acht Unterrichtsräume entstehen. Vier weitere Klassenräume, die das Gymnasium nach eigenen Angaben ab dem Sommer ebenfalls braucht, will die Stadt durch die Umwandlung von vier ungenutzten Fachräumen im Hauptgebäude schaffen. Kosten dafür: rund 100 000 Euro.

Dass der sogenannte Bunker keine Zukunft hat, deutet sich nicht erst seit der überraschenden Schließung im vergangenen Jahr an. Über Jahrzehnte waren die Räume als eine Art dauerhaftes Provisorium genutzt worden. Die Schulleitung hatte den Bunker abgeriegelt, nachdem Schüler und Lehrer immer wieder über Kopfschmerzen und Gerüche klagten. Eine befürchtete Schadstoffbelastung habe sich jedoch nicht bestätigt, sagte die Stadt. Das endgültige Todesurteil für den Bunker scheint nun auch das riesige Mäuseproblem zu sein.

Das Geld für die Anschaffung soll im Haushalt für 2018 stehen, über den der Rat am 25. Januar entscheidet. Im Vorfeld gibt es durchaus Kritik von der Politik: „Dass es am OHG brennt, wissen wir schon seit Mitte vergangenen Jahres“, mahnte etwa CDU-Fraktionschef Wilfred Nikolay, der sich ärgerte, dass die Stadt recht kurzfristig einen so großen Posten hinlege. Er forderte ein umfassendes Konzept für die Containernutzung an verschiedenen Schulstandorten. Hochbau-Chef Reinhard Borchardt verteidigte das Vorgehen der Stadt: Das akute Mäuseproblem sei noch nicht so lange bekannt.

Das Geld für die Containeranschaffung soll nun zunächst im Haushalt gesperrt werden – unter anderem, bis im Frühjahr das neue Raum-Konzept „OHG 2030“ vorliegt.

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