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Christoph Adler hat Daten für Brutvogelatlas geliefert

SPRINGE. Was lange währt, wird endlich gut: Der Atlas Deutscher Brutvogelarten (Adebar), für den auch der Springer Vogelexperte Christoph Adler Daten geliefert hat, ist nun erschienen. Angeschoben worden ist dieses Vorhaben schon vor 15 Jahren.

Schaut seit seiner Schulzeit genau hin, welche Vögel er mit dem Fernglas entdecken kann: Christoph Adler. Foto: Brinkmann-Thies

Autor:

Anne Brinkmann-Thies

Vom Storch bis zum Zaunkönig gibt der Atlas Auskunft über die Zahl der brütenden Vogelwelt für die Jahre 2005 bis 2009. „Die Kartierungsarbeiten und die Zusammenführung der Ergebnisse haben wohl viel Zeit in Anspruch genommen“, vermutet Adler.

Er war für die Lieferung von Brutvogelzählungen für das sogenannte „Springer Messtischblatt“ zuständig, das wiederum in vier Quadranten eingeteilt wird. Die Zählergebnisse für die beiden südlichen Quadranten von Springe lieferte der Springer. Kollegen aus Wennigsen waren für die beiden nördlichen Quadranten zuständig, klärt Adler auf.

Das Ergebnis für den Raum Springe: „Wir liegen mit den Brutvogel-Zählergebnissen im mittleren Bereich“, so Adler. Bundesweit brüteten 280 Vogelarten in Deutschland, davon regelmäßig 248 einheimische Arten.

Die Stiftung „Vogelwelt Deutschland“ und der Dachverband „Deutscher Avifaunisten“ haben das einzigartige Gemeinschaftswerk herausgegeben. Der „Adebar“ ist der erste bundesweit auf einheitlichen Erfassungsmethoden basierende Atlas zur Verbreitung, Häufigkeit und Bestandsentwicklung aller in Deutschland brütenden Vogelarten.

Vogelexperte Christoph Adler beobachtet und kartiert in und um Springe seit mehr als 30 Jahren regelmäßig die heimische Vogelwelt. „Ich kenne niemanden, der das über einen so langen Zeitraum gemacht hat“, berichtet der rüstige 86-Jährige mit einem Schmunzeln.

Durchschnittlich an vier Tagen in der Woche ist er auf festgelegten Routen unterwegs, wo er an immer gleichen Stellen jeweils für fünf Minuten zählt, was ihm vor das Fernglas fliegt oder hüpft.

Dabei bemerkt der Springer, dass der Artenreichtum abnimmt, ganz besonders auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen sei das so. „Wo vermehrt Mais und Raps angebaut werden, haben es vor allem die Feldlerchen, Steinschmätzer, Wiesenpieper und Kiebitze schwer“, weiß Adler.

Dass er selbst den Namen eines Greifvogels trägt, habe übrigens nicht zu seiner Leidenschaft für die Vogelwelt beigetragen, verrät er. Die stamme aus seiner Jugendzeit, als er als Schüler begeistert an unterschiedlichen Exkursionen teilnahm.

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