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Christ-König: So geht es nach dem Pfarrer-Abschied weiter

SPRINGE. Weniger Gemeindemitglieder, weniger Mitarbeiter, viele in naher Zukunft in Ruhestand gehende Pfarrer – das Bistum Hildesheim steht vor großen Herausforderungen und muss die Zukunft ihrer Pfarreien neu strukturieren. Da kommen auf die einzelnen Pfarrgemeinden wesentliche Veränderungen zu.

Auf die Christ-König-Gemeinde kommen viele Veränderungen durch das Bistum Hildesheim zu. Foto: Gömann

Autor:

DIETER GÖMANN

Betroffen hiervon ist auch Springe mit ihren katholischen Gemeinden Bennigsen, Eldagsen und Springe: Wie berichtet geht Pfarrer Johannes Sostaric im kommenden Jahr in den Ruhestand. Um sich auf den neuesten Stand der Entwicklungen bringen zu lassen, hatte die Christ-König-Kirche zu einem Abend geladen, um die Gemeindeglieder zu informieren und ihnen die Kirchenentwicklung im Bistum Hildesheim näherzubringen.

Pastoralratsmitglied Horst Wolf erläuterte die Vorgehensweiseder kommenden Monate. „Wir haben die Verpflichtung, die Strukturen den Mitgliederzahlen anzupassen“, betonte er. Demnach werden die 23 Pfarreien im Regionaldekanat künftig von acht Pastoralteams besetzt, wobei der leitende Pfarrer zwei bis vier Pfarreien unter sich haben wird.

Für den Pastoralbereich Süd-West werden dieses Mühlenberg mit 6866 Mitgliedern, Gehrden (7352) und Springe (3118) – insgesamt 17500 Mitglieder – sein. Ein Pfarrer, ein Pastor, ein Diakon und ein Büro-Angestellter stemmen die Pfarrei gemeinsam.

Mit Sorge wurde in der Runde zur Kenntnis genommen, dass bei zwei Geistlichen zwangsläufig am Sonntag zwei Kirchen-Gottesdienste ausfallen werden. „Und welche sind das?“, lautete die Frage aus dem Kreis der Versammelten. Doch darauf gibt es noch keine Antwort.

An dem Infoabend ging es auch um Lokale Leitungsteams (LLT), die die Mitverantwortung an der Leitung einer lokalen Gemeinde im Zusammenhang mit der Gesamtplanung der Pfarrei tragen. Sie werden vom Pfarrer im Namen des Bischofs für vier Jahre beauftragt. In diese Lokalen Leitungsteams wird zugleich ein Vertreter des Pastoralrates entsandt.

Aufgaben der LLT ist es unter anderem, die Situation der Gemeinde vor Ort zu analysieren und neue Potenziale zu entdecken. Dabei geht es vor allem um die Bewältigung der Rollenkonflikte: Viele Priester, Hauptberufliche und Ehrenamtliche verharren demnach in alten Mustern.

„Wir brauchen keine Gremien. Die Frage ist: Welchen Wert hat die Eucharistie? Wir müssen endlich zum Glauben zurückkehren“, so ein Gemeindeglied. Beruhigen konnte Wolf die Anwesenden, dass die Pfarrei in Springe besetzt bleibt. Auch wenn die Gemeinde künftig etwa aus Gehrden betreut wird, wenn Pfarrer Johannes Sostaric am 1. Mai 2018 in den Ruhestand versetzt wird.

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