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Kuschnereit winkt ab / Eicke jun. wird stattdessen neuer Vorsitzender des Gestorfer Ortsverbands

CDU will auf Bürgermeister-Posten verzichten

Gestorf. Die Gestorfer CDU hat am Mittwochabend Weichen gestellt: So deutet alles darauf hin, dass die Partei auf den Ortsbürgermeister-Posten verzichten wird. Denn sowohl Jürgen Kuschnereit als auch Heinrich Eicke jun. wollen nicht gegen SPD-Kandidat Eberhard Brezski antreten; Alternativen sind nicht in Sicht. Eicke jun. ist dafür aber ab sofort neuer Vorsitzender des Ortsverbands.

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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Sie war ihnen merklich schwer gefallen, diese Entscheidung – wohl auch, weil viele in der Gestorfer CDU kaum Enthusiasmus für einen SPD-Bürgermeister Eberhard Brezski aufbringen können. Doch nach vielen Gesprächen und Überlegungen erklärten sowohl Kuschnereit als auch Eicke jun. den am Mittwochabend zu einer Versammlung im Weißen Ross erschienenen Mitgliedern, warum sie nicht Bürgermeister von Gestorf werden wollen.

Kuschnereit führte vor allem die neue Zusammensetzung des Ortsrats an: „Ich will nicht ständig mit SPD und Grünen um Mehrheiten verhandeln müssen.“ Aber auch sein berufliches Engagement stehe ihm im Wege. Die

Gestorfer Christdemokraten hatte sich deshalb an Heinrich Eicke jun. gewandt – und der sagte gestern Abend nach einigen Tagen Bedenkzeit ebenfalls ab.

„Ich bin nicht als Bürgermeisterkandidat angetreten und will mich darum auch nicht dazu wählen lassen“, so Eicke jun. Er sei auch beruflich stark eingebunden: „Ich stehe am Beginn meiner politischen Laufbahn und möchte nicht dafür abgestraft werden, wenn ich jetzt das Amt nur halbherzig ausfüllen kann.“

Sowohl Eicke jun. als auch Kuschnereit betonten, der scheidende Bürgermeister Bernd-Georg Höfer hinterlasse durch sein Engagement große Fußstapfen: „Daran wird sich sein Nachfolger messen lassen müssen“, so Eicke jun.

Kuschnereit sieht im erneuten Gang in die Opposition sogar eine Chance: Weil ihm das neue Ortsratsmitglied Günther Wall (Grüne) je nach Sachlage Unterstützung signalisiert habe, könne man auch so durchaus Akzente setzen: „Das ist vielleicht besser, als den Bürgermeister zu stellen und ständig um eine Mehrheit zu kämpfen“, warb Kuschnereit. Und betonte: „Uns kann keiner vorwerfen, wenn wir sagen: Die Schwarzen machen es nicht.“

Und so war schließlich der Weg frei für Heinrich Eicke jun.: Ihn wählten die Mitglieder zum neuen Vorsitzenden der Gestorfer CDU – und zum Nachfolger von Tomas Titz, der sich wie berichtet vom Vorsitz zurückgezogen hatte. Als Eickes Stellvertreter fungieren künftig Lars und Jürgen Kuschnereit. Schatzmeister bleibt Gerhard Wiegrebe, als Schriftführer löst Heinrich Eicke senior den ausgeschiedenen Peter Kubin ab. Beisitzer sind Tina Schauer und Jürgen Rienecker. Eicke jun. bedankte sich in einer Ansprache für das ausgesprochene Vertrauen – und würdigte die Arbeit seines Vorgängers Titz: „Ich hoffe, dass er mir mit Rat und Tat zur Seite steht.“



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