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Henkels: „Sozialdemokraten können sich auf mächtigen Gegenwind gefasst machen“

CDU läuft Sturm gegen Gesamtschulpläne

Springe (mf). Der CDU Stadtverband lehnt die SPD-Pläne für eine Gesamtschule in Springe kategorisch ab. „Eine Diskussion über die Schulstruktur ist absolut verantwortungslos“, sagte Vorsitzende Anette Henkels.


Springe verfüge mit den vorhandenen Schulen über ein umfassendes Angebot. Es gebe keinen Grund, daran zu rütteln. Ein Nebeneinander von Gesamtschule und gegliedertem Schulsystem sei nicht möglich, da man sich gegenseitig die Schüler wegnähme. Weil ihre Zahlen rückläufig seien, würde die Situation noch verschärft, ist sich die Union sicher.

„Eine Gesamtschule würde die Existenz der bestehenden Schulen bedrohen. Wenn das von den Sozialdemokraten so gewollt ist, können sie sich auf mächtigen Gegenwind gefasst machen“, lautet Henkels’ Kampfansage. Für ihre Stellvertreterin Elke Riegelmann sind die SPD-Pläne ohnehin nicht mehr als „Sozialromantik der 70er Jahre“.

Die CDU warnt zudem vor den finanziellen Auswirkungen einer Gesamtschule. Die SPD sei Vorschläge zur Gegenfinanzierung bislang schuldig geblieben, moniert Ratsherr Wilfred Nikolay. Die hohen Investitionen, die in diesem Zusammenhang getätigt werden müssten, könnten nur zu Lasten anderer Aufgaben gehen, ist er überzeugt.

Die CDU erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass die jetzigen Schulstrukturen mit Unterstützung aller Ratsparteien auf den Weg gebracht wurden. In den Ausbau der Hauptschule als Ganztagseinrichtung sei erheblich investiert worden. „Es wird dem Steuerzahler schwer zu vermitteln sein, warum zunächst über zwei Millionen Euro aufgewendet werden, um Strukturen zu schaffen, die dann wieder in Frage gestellt werden“, meint Henkels.

Sie wirft der SPD vor, „unsere Hauptschule ständig schlecht zu reden“. Eltern und Schüler würden verunsichert. Dabei habe man mit dem Neustädter Modell, das eine enge Kooperation zwischen Haupt- und Berufsschule vorsieht, „eine hervorragende Möglichkeit geschaffen, den Einstieg ins Berufsleben zu vereinfachen“. Und die Realschule erfreue sich in Springe einer sehr hohen Akzeptanz. Individuelle Förderungsmöglichkeiten seien auch beim gegliederten Schulsystem gegeben, betont Parteivize Riegelmann, ein Wechsel zwischen den Schultypen ebenfalls kein Problem.

Anstatt eine eigene Gesamtschule zu gründen und sich damit in Konkurrenz zu umliegenden Gemeinden zu begeben, fordert die CDU die Stärkung der vorhandenen Schulen, etwa durch den weiteren Ausbau der Ganztagsangebote mit Mittagessen-Angeboten, Hausaufgabenbetreuung und attraktiven Arbeitsgemeinschaften.

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