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CDU diskutiert darüber, ob Springe abgehängt wird

ELDAGSEN. Frische Wunden mit der Schließung von Regiobus und der Notfallambulanz, kaum verheilte Verletzungen durch das Aus des Klinikums Region Hannover (KRH): „Fühlt sich Springe von der Region abgehängt?“:

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Autor:

anne brinkmann-thies

Diese Frage haben am Mittwochabend Mitglieder und Gäste des CDU-Stadtverbands bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Gasthaus Berggarten diskutiert. Eingeladen war dazu der Vorsitzende der CDU–Regionsfraktion, Bernward Schlossarek.

Die medizinische Versorgung war eines der Themen, die den Teilnehmern auf den Nägeln brannte. Die Notfallambulanz sei nicht gut angenommen worden, die Benutzerzahlen gering, erklärte Schlossarek die Entscheidung des Krankenhausplanungsausschusses des Landes, die Einrichtung zum Ende dieses Jahres zu schließen. Die Gesundheitsversorgung sei ein sensibles Thema, so der CDU-Fraktionsvorsitzende Wilfred Nikolay. Und wollte von Schlossarek wissen, welche Ansätze es denn in der CDU-Fraktion gebe, um im ländlichen Raum eine Krankenversorgung zu optimieren.

Er habe die Hoffnung, dass es im alten KRH-Gebäude eine Nutzung im Gesundheitsbereich, etwa als Reha-Einrichtung geben könne, so der Fraktionsvorsitzende der Regionsversammlung. Das aber konnte die Diskussionsteilnehmer kaum über das Ende von Krankenhaus und Notaufnahme hinwegtrösten. „Es ist eine gefühlte Schlechterbehandlung Springes“, erklärte die Stadtverbandsvorsitzende Elke Riegelmann.

Und Ratsherr Tim Schmelzer sagte: Die Notaufnahmen in vielen Krankenhäusern seien völlig überlaufen. Für die Springer Ambulanz aber habe es keine Werbung gegeben. „Das ist die größte Verarsche, die Springe je erlebt hat!“ Das Modell Notfallambulanz sei leider gescheitert. Und auch wenn sich die CDU dagegen ausgesprochen habe, so sei doch der betriebswirtschaftliche Ansatz, dass Krankenhäuser mindestens 300 Betten haben müssten.

Nicht verständlich für die Springer seien die Investitionen, die nicht nur vor der Schließung im Krankenhausgebäude gemacht und nun auch mit dem Ankauf von Flächen neben dem Betriebsgelände von Regiobus gemacht worden seien, sagte Riegelmann. Was habe denn die Region getan, um Regiobus in Eldagsen zu halten, wollte Ratsfrau Inka Feuerhake wissen. Es habe sich dabei um eine unternehmerische Entscheidung gehandelt, mit der die Politik nichts zu tun habe, so Schlossarek. Und der SPD-Regionsabgeordnete Eberhard Brezski verwies auf den Gesamtwirtschaftsplan von Regiobus, den es abzuwarten gelte.

Ein schlüssiges Konzept, um Springe zu stärken, und eine echte Dezentralisierung und dadurch ein Schaffen von Arbeitsplätzen: Das wünschte sich die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Anette Henkels. „Wir wollen auch keine Zentralisierung“, entgegnete der CDU-Regionsvorsitzende. Er machte den Springern Mut: „Seien Sie nicht länger frustriert“.

Springe sei nicht abgehängt: Hier werde nicht nur ein schnelles Internet vorangetrieben, es gebe auch Park&Ride-Flächen und auch die Regionsschulen würden gestärkt. So sollen zwei Klassen aus Bredenbeck an die Janusz-Korczak-Schule zurückgeführt werden.



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