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Busse waschen im Zelt

Eldagsen. Sie sind auf der Suche nach einem Stück Normalität auf dem Regiobus-Gelände in Eldagsen. Und die nächste Woche soll die Mitarbeiter auf dem Weg dorthin ein Stück weiterführen. Knapp zwei Monate nach dem Großfeuer an Weihnachten werden die Trümmer der Brandruine in ein paar Tagen abgeräumt, „mit dem großen Besen“, sagt Betriebsleiter Ingo Schmidt. Die freie Fläche will das Unternehmen dann nutzen.

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Vorstellbar sei, so Schmidt, das Aufstellen von Zelten, um auf dem Gelände zumindest provisorisch wieder eine Waschstraße und eine Lackierei zu haben: „Dann haben wir hier vor Ort wieder mehr, mit dem wir arbeiten können.“

Auch die Arbeit der Brandermittler geht unterdessen weiter. Nach Angaben der Polizei rechnet man frühestens übernächste Woche mit ersten zählbaren Ergebnissen zur Ursache des Feuers, bei dem Hallen und Fahrzeuge im Gesamtwert von mehr als elf Millionen Euro verbrannten. Möglich ist ein technischer Defekt als Auslöser – aber auch eine Brandstiftung können die Experten noch nicht ausschließen. Genauso ist es aber denkbar, dass Beweise für eine dieser Varianten ebenfalls den Flammen zum Opfer gefallen sind.

Bei Regiobus richtet man sich ungeachtet dessen auf ein längeres Provisorium ein. Das Thema Neubau oder gar Umzug habe man zurückgestellt, sagt Betriebsleiter Schmidt. Zu langwierig seien Planungen und Genehmigungsverfahren, als dass man dort auf eine schnelle Lösung setzen könne. So ist auch noch offen, ob Regiobus auf dem Brandgelände oder womöglich woanders im Ort neu baut. Auch ein Umzug in die Umgebung scheint zumindest noch nicht vom Tisch zu sein.

Damit bleiben aber auch andere Provisorien zunächst bestehen: Ein Teil der Busflotte parkt und startet weiter bei Subunternehmern oder Partnerfirmen von Regiobus – etwa bei der Üstra in Hannover. Schmidt ist bewusst, dass die Situation für alle beteiligten Firmen eine Einschränkung und Herausforderung darstellt: Umso dankbarer sei man für die Unterstützung. Einige der Unternehmen stellen nicht nur Platz, sondern auch eigene Fahrzeuge zur Verfügung, um den Busverkehr – besonders bei der Schülerbeförderung – aufrechterhalten zu können.

Wenn in der nächsten Woche der Schrott weggeräumt ist, so Schmidt, soll ein Statiker nach Eldagsen kommen. Er prüft noch einmal, ob die vom Feuer nicht betroffenen Gebäudeteile weiter genutzt werden können. „Danach gibt es noch Umweltprüfungen, zum Beispiel in Sachen Bodenbelastung.“ Wenn alles gut geht, wäre es für Regiobus ein weiterer Schritt zur Normalität.zett



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