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Ortsrat will Stopp am Schützenplatz zur Verkehrsberuhigung verlegen – aber Stadt und Region wehren sich

Bushaltestelle darf nicht wandern

Eldagsen. Die Haltestelle „Schützenplatz“ ist nicht ideal: Sie liegt an der Langen Straße in Richtung Springe direkt vor den Wohnhäusern. Weil auch ein Wartehäuschen fehlt, stehen immer wieder wartende Fahrgäste in Hauseingängen. Anwohner klagen über weggeworfene Zigarettenkippen, über Kaugummireste auf der Fensterbank. Im Ortsrat und im Sanierungsbeirat entstand eine Idee: Die Bushaltestelle zieht um – und trägt gleichzeitig zur Verkehrsberuhigung bei. Doch bei Stadt und Region stößt die Idee auf wenig Gegenliebe.

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VON CHRISTIAN ZETT

Konkret könnte die Haltestelle nach Vorstellung der Gremien nach Westen wandern – und zwar auf die Höhe des abzubauenden Spielplatzes. Dort, sagt Ortsbürgermeister Ralf Burmeister, sei nicht nur Platz für ein neues Wartehäuschen: Auch das am alten Standort zur Verkehrsberuhigung angedachte, sogenannte Haltestellenkap würden aus Sicht der Politik überflüssig. Dabei hält der Bus nicht in einer Bucht, sondern direkt an der Straße und bremst so den nachfolgenden Verkehr. Dieser Effekt, so hofft die Politik, entstünde am neuen Haltestellen-Standort von allein.

Doch von der Region gibt es Gegenwehr: Sowohl die Behörde als auch deren Tochter Regiobus und der Fachdienst Ordnung der Stadt Springe lehnen die vorgeschlagene Verlegung ab.

Für sie spielen vor allem die Abstände zwischen den Haltestellen eine Rolle: Bei einer Verlegung des Stopps „Schützenplatz“ zum Spielplatz-Gelände sei der nächste Halt „Springer Straße“ nur noch 220 Meter entfernt. In Richtung Ortsmitte wären es schon 650 Meter bis zum nächsten Halt. Auch die Kreuzung Lange Straße/Talstraße betrachten die Planer mit Sorge: Sie befürchten, durch die Änderungen könne es durch die Begegnung von aufgestautem Verkehr, Fußgängern und haltenden Bussen gefährlich werden.

Dem Ortsrat schmeckt das gar nicht: Er setzt sich weiter für die Verlegung ein; will gar die Haltestelle „Springer Straße“ entfallen lassen, um das Entfernungsproblem zu lösen. Am alten Standort würde das Haltestellenkap einen Rückstau im nächsten Kreuzungsbereich Lange Straße/Brückenstraße auslösen, sind die Politiker überzeugt. Ohnehin sei die Verkehrsberuhigung schließlich ein Ziel der Maßnahme, sagt Burmeister: „Stadt und Region sind in dieser Sache einfach nicht flexibel.“

Die Bushaltestelle „Schützenplatz“ soll von oben rechts ein Stück nach links die Springer Straße hinunterwandern. Doch Stadt und Region wehren sich.



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