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Regiobus-Wiederaufbau: Ortsbürgermeister kritisiert Abgeordnete – auch seine Parteifreundin Kohlenberg

Burmeister vermisst Unterstützung

Eldagsen. Gut vier Monate nachdem ein Großfeuer auf dem Regiobus-Areal am Loffenkamp gewütet hat, steht immer noch nicht fest, ob der Betriebshof an Ort und Stelle wieder aufgebaut wird. Ortsbürgermeister Ralf Burmeister bereitet das nicht nur große Sorge – er beklagt vor allem mangelnde Unterstützung seitens der Politik.

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Autor:

Marc Fügmann

„Ich bin bitter enttäuscht, dass kein öffentlicher Druck aufgebaut wird“, sagt der Eldagsener. Unsere politischen Vertreter halten sich leider sehr zurück.“ Burmeister (CDU) bezieht diese Kritik ausdrücklich auch auf seine Parteifreundin Gabriela Kohlenberg. „Von unserer örtlichen Regions- und Landtagsabgeordneten hätte ich mir mehr Engagement gewünscht. Schließlich geht es um den Erhalt von 200 Arbeitsplätzen am Standort Springe.“

Vom SPD-Regionsabgeordneten Detlef Herzig habe er bisher überhaupt nichts zum Thema gehört. „Wir Eldagsener fühlen uns da völlig allein gelassen.“ Von Regionspräsident Hauke Jagau (SPD) erwarte er endlich ein klares Bekenntnis zum bisherigen Standort. Die Grundstücksfrage für einen Wiederaufbau sei längst geklärt und kein Problem.

Dass sich insbesondere auch prominente Politiker nicht für den Erhalt des Standortes stark machten, könne er vor dem Hintergrund der angekündigten Krankenhaus-Schließung nicht begreifen. „Es kann doch nicht sein, dass die Region möglicherweise noch ein weiteres großes Unternehmen mit vielen Arbeitsplätzen aus Springe abzieht.“ Für Eldagsen käme es einer Katastrophe gleich, wenn der Ort seinen größten Arbeitgeber verliere, weil der Wiederaufbau des Betriebshofes in einer anderen Gemeinde erfolge. Das Bemühen, die Baugebiete auszubauen und den derzeit noch gut funktionierenden Einzelhandel zu erhalten, würden in diesem Fall zunichte gemacht, fürchtet Burmeister.

Sein Appell um mehr Unterstützung richtet sich ausdrücklich auch an die Bundestagsabgeordneten. Insbesondere Matthias Miersch, der auch SPD-Unterbezirksvorsitzender ist, müsse seinen politischen Einfluss geltend machen, fordert der Ortsbürgermeister.



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