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Bundesstraße 217: Zwei Tage Verzögerung

SPRINGE. Die Bauarbeiter der Firma Matthäi gehen nervös auf und ab, sie stehen einsatzbereit an ihren Fahrzeugen auf der Bundesstraße 217 – was fehlt, ist der Asphalt. Aufgrund der zahlreichen Baustellen in den Sommerferien lässt das Material auf sich warten.

Die Klebeschicht ist bereits aufgetragen – jetzt müssen die Arbeiter warten, dass das Material geliefert wird, damit der Asphalt eingebaut werden kann. Foto: Helmbrec
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Saskia Helmbrecht Redakteurin zur Autorenseite

„Die Herausforderung ist die Zeit“, sagt Mitarbeiter Christian Müller.

Am Mittwoch waren die beiden Auf- und Abfahrten auf Kernstadt-Gebiet fertig – für die Hauptstrecke haben die Arbeiter jetzt gerade einmal zwei Tage Zeit. Und auch der Regen vom vergangenen Wochenende machte dem Bauunternehmen einen Strich durch die Rechnung. „Durch die Witterung haben wir zwei Tage verloren“, sagt Mitarbeiter Reinhard Hirschfeld. Bis einschließlich morgen müssen die Asphaltarbeiten abgeschlossen sein. Am Sonntag wird die Fahrbahn markiert. „Wenn das Wetter mitspielt, ist die Bundesstraße am Dienstag wieder frei“, so Hirschfeld. 16 LKW sind derzeit im Einsatz, zwei Kehrwagen, zwei Radlader und eine Asphaltkolonne sowie eine Großraumfräse, sagt Hirschfeld. „Für uns ist das täglich Brot.“ Die Wetterprognose sei optimal, Hauptsache, es bleibt trocken. „Je wärmer es natürlich wird, desto länger braucht der Asphalt, um zu trocknen.“

24 Stunden sollte die neue Fahrbahn nicht befahren werden, damit der heiße Asphalt auskühlen kann und nicht beschädigt wird. „Bis zu 180 Grad ist das heiß“, erklärt Müller. Mit Spezialschuhen, die hitzebeständig sind, geht er vorsichtig über die neue, vier Zentimeter hohe Deckschicht. „Wir werden bis etwa 24 Uhr arbeiten, dann ist Feierabend.“ Mit viel Fingerspitzengefühl müssen dann die Übergänge mit einer kleinen Fräse bearbeitet werden – besonders diese Feinarbeiten kosten Zeit. „Alleine neun Mitarbeiter sind in der Asphaltkolonne aktiv, dazu kommen zum Beispiel auch zwei Polierer“, so Hirschfeld.

Bevor asphaltiert werden kann – „Beton, kein Teer“, betont Hirschfeld – muss die Unterlage komplett trocken sein. Außerdem wird eine kleberartige Schicht auf die Straße aufgetragen, die kurz abgebunden wird. Während die zahlreichen Fahrzeuge über die Bundesstraße rollen und die Maßnahmen vorbereiten, etwa die Fahrbahn säubern, steht Hirschfeld an der gesperrten Auffahrt Osttangente. Für die Verkehrsführung zuständig ist Strabag, eines der größten Bauunternehmen Europas. Trotzdem wird Hirschfeld minütlich von aufgebrachten Autofahrern unterbrochen: „Und wie komme ich jetzt nach Hannover?“ – Die Arbeiter sind nicht nur Bauexperten, sondern auch Wegweiser.



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