weather-image
30 Jahre Städtepartnerschaft zwischen Springe und Niort / Delegation reist heute ab

Bürgermeister bleibt allein zurück

Springe (mf). Springe feiert an diesem Wochenende das 30-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft mit dem französischen Niort. Dazu wird eine Delegation unter Führung von Bürgermeister Jörg-Roger Hische heute nach Frankreich reisen.

270_008_4097925_Springe_Sc.jpg

Fünf Tage lang wird die Gruppe in der 60 000-Einwohner-Gemeinde nahe der Atlantikküste verbringen. Mit dem Flugzeug geht es zunächst nach Paris und von dort mit dem Zug weiter nach Niort, wo die Springer Gäste um 21.45 Uhr am Bahnhof im Empfang genommen werden.

Am morgigen Freitag steht ein Besuch auf der Niorter Regionalmesse auf dem Programm. Im vergangenen Jahr hatte sich die Stadt Springe dort mit einem eigenen Stand präsentiert – einer der Höhepunkte in der 30-jährigen Verbindung beider Orte.

Der offizielle Empfang im Rathaus ist für Sonnabend Vormittag geplant. Bürgermeisterin Geneviève Gaillard wird die Deister-Delegation begrüßen und Bürgermeister Jörg-Roger Hische um eine Eintragung ins Goldene Buch bitten. Als Gastgeschenk will Hische die Sonderanfertigung eines Springer Ortsschildes überreichen, das die Entfernung zwischen den beiden Städten angibt: 1157 Kilometer. Am Abend werden die Gäste dann an der Generalversammlung des Partnerschaftsvereins Allemagniort teilnehmen. Für Sonntag ist ein Tagesausflug in die Hafenstadt La Rochelle geplant, bevor am Montag die Rückreise angetreten wird.

Besiegelt wurde die Verbindung mit einer Freundschaftsurkunde, die vom 29. April 1979 datiert. Unterzeichnet ist das Dokument, das gerahmt in Hisches Büro hängt, von den damaligen Bürgermeistern Wilhelm Holzberg und René Gaillard. Bei ihm handelt es sich übrigens um den Vater der heutigen Amtsinhaberin.

Die Partnerschaft ist indes schon um einiges älter als die heute gefeierten 30 Jahre. Schon der frühere Landkreis Springe hatte freundschaftliche Beziehungen in die westfranzösische Gemeinde unterhalten, erinnert sich der ehemalige Ratsherr und Ortsbürgermeister Ulrich Matz, der viele Jahre zu den Motoren der Verbindung gehörte. Neben Vereinen, wie etwa dem Alvesröder Gesangverein pflegen bis heute vor allem die Schulen einen regen Austausch.

Längst kennen viele Springer die Gegend um Niort wie ihre eigene Westentasche. Das war in der Anfangszeit noch anders. Von einem der ersten Treffen ist folgende Anekdote überliefert: Auf der Rückreise nach Springe hatte die deutsche Delegation auf dem Bahnhof von Poitiers ein wenig Aufenthalt. Bürgermeister Holzberg wollte die Zeit für einen Spaziergang auf den umliegenden Hügeln nutzen – und verlief sich prompt. Der Zugführer nahm darauf keine Rücksicht, die Delegation reiste ohne Holzberg weiter. Der inzwischen verstorbene Amtsleiter Reinhard Schäfermeier, damals schon für Tourismus zuständig, wurde allerdings verdonnert, auf seinen Chef zu warten. Mit einem Tag Verspätung kehrten beide dann nach Springe zurück.



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt