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Uwe Lampe und eine Initiativgruppe bereiten konstituierendes Treffen und Unterschriftensammlung vor

Bürgerinitiative gegen Deisterkessel-Bebauung

Springe (st). „Stopp der Zersiedlungspolitik in der Kernstadt Springe“ – der Widerstand gegen das angedachte Baugebiet am Deisterkessel bekommt jetzt ein neues Gesicht: Uwe Lampe, SPD-Mitglied und Vorsitzender der Springer Tafel, plant mit einer Gruppe von Mitstreitern den Aufbau einer Bürgerinitiative. Ein konstituierendes Treffen ist für Freitag, 29. Januar, um 19.30 Uhr im Tennisheim an der Harmsmühlenstraße angesetzt.


„Wir wollen den Ausbau am Deisterkessel so nicht haben“, sagt Lampe. Sowohl ökologisch als auch städtebaulich sei die Ausweisung eines Baugebietes in dem sensiblen Raum nicht sinnvoll. Stattdessen bevorzugen die Initiatoren der Bewegung eine Steigerung der Attraktivität des bestehenden Baugebiets am „Großen Graben“.

Lampe und Gleichgesinnte wollen keine Fotovoltaikanlage auf den noch leerstehenden Flächen, sondern fordern die bessere Vermarktung des Baugebietes, das sich nach anfänglicher Euphorie nur schleppend füllt. „Das geht aber nur, wenn nicht zusätzlich ein neues großes Baugebiet ins Rennen geschickt wird“, sagt Lampe. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein so großes Baugebiet, wie das am Deisterkessel angedachte, zügig vollläuft, halte er trotz der guten Lage für höchst unwahrscheinlich.

Sorgen macht sich Lampe im Falle einer weiteren Deisterkessel-Bebauung auch um die Baugebiete in den Stadtteilen. „Deshalb soll die Bürgerinitiative für alle Springer offen stehen, wir wollen bewusst auch Menschen ansprechen, die nicht aus der Kernstadt kommen.“

Um weiterhin familienfreundlich zu bleiben und junge Familien an den Deister zu locken, müssten keine neuen Baugebiete her. „Es ist sinnvoller – auch mit Blick auf die zu erwartende Fluktuationsrate aufgrund des demografischen Wandels – zunächst Baulücken zu füllen und zukünftig leer stehende, bereits existierende Gebäude an den Mann zu bringen“, sagt Lampe. Heutzutage sei es kein Problem mehr, ältere Häuser auch energetisch auf den neuesten Stand zu bringen.

Um das allerdings effektiv angehen zu können, müsse die Verwaltung aber erst einmal ihre „Hausaufgaben“ machen. „Wir brauchen ein Baulückenkataster für die gesamte Stadt“, fordert Lampe.

Eine Unterschriftensammlung soll das Anliegen der Initiative untermauern.

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