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Steinhauerstraße soll sicherer werden

Bürger wollen für Ampel kämpfen

Völksen. Bereits acht Mal hat der Ortsrat beantragt, dass an der Steinhauerstraße eine Ampel aufgestellt wird. Ohne Erfolg – auch im Jahr 2014. Einige Völksener möchten die Sache jetzt selbst in die Hand nehmen: Die Ampel soll kommen. Ortsbürgermeisterin Sigrid Hachmeister (SPD) mahnt indes zur Besonnenheit.

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Dass die Ampel notwendig ist, daran besteht auch für Hachmeister kein Zweifel. „Das Verkehrsaufkommen hat sich hier gefühlt erhöht“, sagt sie und räumt zugleich ein, dass die Stelle, an der bisher ein Zebrastreifen das sichere Überqueren der Straße gewährleisten soll, bei der Polizei nicht als Unfallschwerpunkt bekannt ist. „Muss denn erst etwas geschehen, bevor eine Ampel kommt?“, fragt die Ortsbürgermeisterin.

Im neuen Jahr geschieht jetzt etwas. Aber das sollte Hand und Fuß haben, findet Hachmeister. Offenbar planen besorgte Eltern und andere Völksener, einen Förderverein zu gründen. „Es sollen Unterschriften für den Bau einer Ampel gesammelt werden.“ Zudem sei geplant, über den Förderverein Spenden für den Bau aufzutreiben.

Letzteres habe aber keinen Sinn, meint Hachmeister. Zumindest noch nicht: „Wir müssen ja erst einmal Klarheit darüber haben, ob die Ampel überhaupt gebaut werden darf, wenn das Finanzierungsproblem gelöst ist.“ Dazu möchte Hachmeister zunächst in Kontakt mit der Region treten.

Immer wieder hat sich der Völksener Ortsrat mit großer Mehrheit für den Bau einer Fußgängerampel in der Mitte des Ortes ausgesprochen. Aber über das Einstellen von Geld entscheidet am Ende der Stadtrat. Und der hatte bisher immer mit der Begründung abgelehnt, dass die Stelle keine besondere Gefahr für Fußgänger darstelle.

Hachmann sieht das anders: Vor und neben dem Zebrastreifen parkten immer wieder Autos, die die Sicht behindern würden. Auch das Verkehrsaufkommen sei gewachsen und viele Autos hielten – nicht – vor dem Zebrastreifen. Für Senioren und Kinder sei das Überqueren dadurch mit einem erheblichen Risiko verbunden. „Viele Völksener trauen sich nicht mehr über die Straße.“

All das gipfelte in einem Unfall, der sich vor einigen Monaten auf dem Zebrastreifen ereignet hat. Weil der aber glimpflich ausgegangen sei – und weil Verursacher und Opfer, ein junges Mädchen, Nachbarn gewesen seien – habe niemand die Polizei verständigt.

Womöglich ein Fehler. Denn der Vorfall taucht nun auch nicht in der Unfallstatistik der Verkehrsexperten auf. Und kann auch nicht als Argument der Ampelbefürworter genutzt werden.rtm



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