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Neubau soll 2012 über die Haller führen / Muss Kanalmaßnahme in Bennigsen zurückgestellt werden?

Brückenschlag: Geld für Mittelrodes Sorgenkind

Mittelrode. Der Tiefbauausschuss hat sich nach ausführlicher Beratung in dreistündiger Sitzung geeignet: Die marode Brücke zwischen Mittelrode und Eldagsen soll so schnell wie möglich abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Die Lösung einer unangenehmen Frage bleibt indes offen: wie das Ganze zu finanzieren ist.

Ein Fachmann eines beauftragten Ingenieurbüros untersucht die Schäden unter der Hallerbrücke. Foto: pr.

Autor:

Markus Richter

Nach dem eindringlichen Appell von CDU-Fraktionschefin Anette Henkels ist letztlich jedem im Gremium klar gewesen: Das Thema darf nicht erst im nächsten Haushalt und damit im nächsten Rat behandelt werden. Würde der sich erst konstituieren und der Verwaltung grünes Licht für die Ausschreibung geben, könnte aufgrund des jahreszeitlich engen Fensters für so ein Projekt mit dem Neubau erst 2013 begonnen werden – viel zu spät, befürchtet Henkels: „Der Ausfall der Brücke kann für landwirtschaftliche Betriebe existenzielle Folgen haben – und hohe Zahlungen für die Stadt bedeuten“, warnte die Bockeroderin. Zurzeit weicht der Verkehr über die Kreisstraße aus, nimmt einen vier Kilometer langen Umweg. Betroffen sind auch Schulbusse und Privatleute – beide Ortsteile sind schließlich eng miteinander verwurzelt. Auch die Feuerwehr Eldagsen würde bei einem Einsatz in Mittelrode wertvolle Zeit verlieren, zudem befindet sich in der Nähe der Brücke eine offene Wasserentnahmestelle.

Baudezernent Hermann Aden legte einen groben Kostenrahmen von 350 000 Euro vor – „das Ding ist so teuer, weil es mit den Füßen im Wasser steht“. Vielleicht, so Adens weitergehender Plan, könne mit einer breiteren Überführung und einer Zusammenlegung beider Flusszweige die Sanierung der zweiten Brücke eines Tages überflüssig werden.

Alternativen zum Neubau seien geprüft worden. Ein Provisorium aus Stahl oder Beton – das kostet eine Mietgebühr von 70 000 Euro für neun Monate, weil es auch Widerlager braucht. Eine Militärbrücke – die sei ohne Personal nicht zu betreiben.

Geld für das Projekt könnte aus einem anderen Topf fließen: aus der Kanalsanierung in Bennigsen. Der Bereich Bahnhof/Dahlienweg/Fliederweg sei kein Überschwemmungsgebiet. Daher sei es möglich, die Maßnahme nach hinten zu verschieben. Der Politik schmeckte das nicht so recht: Geld aus der Stadtsanierung Eldagsen könnte aber auch nicht verwendet werden, entgegnete Aden. Abgesegnet wurde letztlich nur der Beschluss, in 2012 neu zu bauen und das Geld über den Nachtragshaushalt bereitzustellen. Verwaltungsausschuss und Rat müssen noch zustimmen.



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