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WIR-Chef regt Gründung einer „Springe AG“ an / Event-Manager soll Ideen erarbeiten und umsetzen

Bormann: „Mit einem Fonds die Stadt beleben“

Springe (ric). Erhardt Bormann will die Notbremse ziehen und den Hebel umlegen: Der Vorsitzende des Werbe- und Informationsringes (WIR) Springe beobachtet mit großen Sorgen die Entwicklung in der Innenstadt mit wachsenden Leerständen und sinkender Attraktivität. Sein Vorschlag ist die Gründung einer „Springe AG“.

E. Bormann

„Politiker denken viel über Stadtentwicklungskonzepte nach – aber tatsächlich passiert nichts“, ärgert sich Bormann. Seine Feststellung: Ohne Kapital wird nichts zu bewegen sein. Darum regt der WIR-Chef an, einen Fonds ins Leben zu rufen. Einzahlen sollen beispielsweise Händler, Immobilienbesitzer, Banken und die Stadt. Mit dem Geld könnte dann „Leuten mit schlüssigen Konzepten“ geholfen werden, Sortimentslücken zu schließen. Nicht allein die Neugründung von Geschäften könne unterstützt werden, sondern auch die Ausrichtung von Aktivitäten, Festen und Veranstaltungen in der Innenstadt. Bormann regt in diesem Zusammenhang an, einen „Event-Manager“, der möglicherweise auf freiwilliger Basis arbeitet, ins Amt zu heben. Identifikation könne beispielsweise mit einem Wettbewerb zur Stadtverschönerung geschaffen werden. „Es kann ja darum gehen, wer seinen Straßenzug am schönsten dekoriert“.

„Nicht nur die Grüne Wiese stärken“

Die Leitung der Springe AG sollte von der Verwaltung übernommen werden, meint der Einzelhandels-Vorsitzende, schließlich lebe die Stadt von den Geschäften in der Innenstadt. Es müsse Ziel sein, nicht nur die Grüne Wiese und Investoren zu stärken, die außerhalb der Zentren Märkte erschließen. „Im Moment ist der Zustand an der Osttangente noch akzeptabel, aber ich sehe große Probleme auf uns zukommen.“ Vielmehr müsse Wert darauf gelegt werden, den einzigen Lebensmittelladen in der Kernstadt zu halten – auch im Sinne der älteren, nicht mehr mobilen Einwohner. „Wenn wir nichts tun, stirbt die Stadt bald aus.“



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