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Springer DRK-Unternehmen schließt Dreijahresvertrag mit dem Regionsklinikum

Blutspendedienst wieder Alleinversorger

Springe. Der in Springe ansässige DRK-Blutspendedienst NSTOB hat sich seine Stellung als Alleinlieferant für das Klinikum Region Hannover zurückerobert. Beide Unternehmen haben einen Dreijahresvertrag abgeschlossen, wie NSTOB-Geschäftsführer Bernd Anders auf NDZ-Anfrage bestätigte.

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Autor:

Marc Fügmann

2011 hatte sich das Klima zwischen Blutspendedienst und Regionsklinikum schlagartig verschlechtert. Auslöser war ein Streit ums Geld: Während der NSTOB damals von einem „geänderten Kostenmodell“ sprach, kritisierte das Management des kommunalen Krankenhaus-Konzerns die neuen Preiskonditionen als „nicht marktüblich“. Verärgert entschied man sich in Hannover, testweise einen Teil des benötigten Blutes von einem Wettbewerber, dem Herz- und Dialysezentrum Bad Oeynhausen, zu beziehen.

Nach langen Verhandlungen durfte der NSTOB dann im Juli 2012 wieder die Versorgung aller zwölf Standorte des Regionsklinikums übernehmen, also auch des unmittelbar benachbarten Krankenhauses Springe. Allerdings wurde der entsprechende Vertrag nur für eine Laufzeit von einem Jahr geschlossen (25 000 Blutkonserven für rund 2 Millionen Euro). Nach Ablauf des Kontrakts haben sich beide Seiten nun auf die Rückkehr zu einer längerfristigen Zusammenarbeit verständigt. Der NSTOB ist die nächsten drei Jahre Komplettversorger des Klinikums.

Ein Erfolg, der nach Ansicht von Geschäftsführer Anders nicht allein auf einen günstigen Angebotspreis zurückzuführen ist. Es sei vor allem die Zuverlässigkeit und das Knowhow der Mitarbeiter, die das Springer Unternehmen von der großen Zahl der Konkurrenten abgrenze. „Unsere Logistik ist nicht zu toppen“, sagt Anders selbstbewusst. Und das wüssten auch die Kunden zu schätzen.

So gelinge es dem NSTOB immer wieder, sich am hart umkämpften Markt gegen Wettbewerber durchzusetzen, obwohl diese ihren Mitarbeitern oft deutlich weniger Gehalt zahlten oder aber in den Genuss von Subventionen kämen.

Der neue Vertrag mit dem Regionsklinikum sieht laut Anders die Belieferung von jährlich durchschnittlich 20 000 Transfusionseinheiten vor. Jede „Konserve“ beinhaltet 450 Milliliter Blut.

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