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Heimische Behörden reagieren zurückhaltend auf detaillierte Kontroll-Ankündigungen in NRW

Blitzer-Standorte sollen ein Geheimnis bleiben

Springe/Region (zett). Dass auf der B 217 in Höhe Völksen regelmäßig geblitzt wird, wissen viele Autofahrer. Aber wann genau stehen Mitarbeiter von Polizei und Region dort? Wann stehen sie an anderen Straßen? Während diese Informationen im Nachbarland Nordrhein-Westfalen seit Monatsbeginn detailliert per Internet verfügbar sind, halten sich die heimischen Tempowächter zurück.

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So veröffentlicht die Region Hannover zwar seit Jahren auf ihrer Internetseite Blitzertermine – doch mehr als dass der Radarwagen an einem bestimmten Tag ins Springer Stadtgebiet kommt, erfahren Autofahrer nicht. Es fehlen Angaben zum genauen Ortsteil oder gar zur Straße, wie in NRW üblich. „Das ist aber ohnehin keine Ausschließlichkeitsliste“, betont Sprecherin Christina Kreutz. Soll heißen: Die Region blitzt auch mal an Orten, die sie nicht angekündigt hat. „Wir wollen und müssen das flexibel handhaben“, sagt Kreutz.

Dass im Internet nur die Stadt genannt wird, soll aus Sicht der Behörde Autofahrer motivieren, „im gesamten möglichen Bereich vorsichtig zu fahren“ – und nicht nur direkt am Blitzerort, erklärt Kreutz. Dass die Leute ganz ohne Ankündigung überall vorsichtig fahren würden, glaubt sie nicht: „Die Erfahrung zeigt ja, dass das nicht funktioniert.“ Schließlich stelle man ja immer wieder Tempoverstöße fest. Diese zumindest im Umfeld der Radarkontrollen zu reduzieren, ist für die Polizei in NRW übrigens ein Grund, offen mit den Terminen und Orten umzugehen.

Die Springer Polizei überwacht in unregelmäßigen Abständen mit Laserpistolen den rollenden Verkehr – etwa in Spielstraßen oder in der Nähe von Schulen. Ankündigen könne man diese Termine aber nicht, sagt eine Sprecherin: „Die Kollegen entscheiden spontan aus dem Dienst heraus, ob sie kontrollieren oder nicht.“ Wenn andere, dringlichere Fälle anstehen, müsse die Überwachung des Verkehrs eben zurückstehen.

Zuletzt war der Blitzerwagen der Region am gestrigen Mittwoch in Springe unterwegs. Der nächste Besuch im Stadtgebiet ist offiziell für Donnerstag, 5. Januar, vorgesehen. Die Liste findet sich unter der Internetadresse www.hannover.de, Menüpunkt „Bürgerservice und Politik“, „Behördenservice und Dienstleistungen“, „Baustellen und Verkehrsinfos“ und dann „Geschwindigkeitskontrollen der Region Hannover“.



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