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Blitzereinnahmen: Antrag an Region „in Bearbeitung“

SPRINGE. Der Plan hörte sich vielversprechend an: Eine kooperative Zusammenarbeit zwischen der Stadt und der Region Hannover, die besagt, dass Springe an den Blitzereinnahmen beteiligt wird. Doch der Plan scheint nicht aufzugehen.

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Sandra Hermes Redakteurin zur Autorenseite

Hintergrund: Wenn in Springe Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt werden, ist die Region Hannover dafür verantwortlich. Die Deisterstadt bekommt von den Einnahmen der Kontrollen keinen Cent. „Und das wollen wir ändern“, erklärte Werner Mosch vom Ordnungsamt im Oktober. Damals hieß es, die Verwaltungen befänden sich in Gesprächen. Mosch stellte sich die Zusammenarbeit mit der Behörde so vor, dass „unsere Tiefbauer weiterhin an verschiedensten Stellen in Springe die Geschwindigkeit der Autofahrer messen – ohne sie zu blitzen und wir diese Daten an die Region weitergeben.“ So erfahre die Behörde mit Sitz in Hannover die Standorte, an denen Autofahrer die vorgegebene Geschwindigkeit besonders oft missachteten. „Ein Vorteil für beide Seiten“, lautete das Argument vor einem halben Jahr von Mosch. Damals war der Stadtmitarbeiter noch optimistisch, dass es zeitnah zu einer Einigung kommen könne. Heute sieht er das anders.

„Von der Region haben wir bislang nur den Status bekommen, dass unsere Anfrage in Bearbeitung sei. Das ist aber auch schon etwas länger her,“ sagt Mosch auf Anfrage der NDZ. „Die Kollegen vor Ort haben natürlich auch keine Veranlassung, dass schnell zu bearbeiten, immerhin ist das mit Ausgaben verbunden“, schlussfolgert er. Immerhin zeige Springe im Gegensatz zu anderen Kommunen auch keine Bereitschaft selber Blitzer aufzustellen. „Aufwand und Nutzen stehen finanziell in keinem vernünftigen Verhältnis“, erklärt Mosch. Denn die Stadt bräuchte für die Bearbeitung der Fälle einen zusätzlichen Mitarbeiter.

Ob es noch zu einer Einigung mit der Region kommt, sieht der Stadtmitarbeiter eher skeptisch. „Der Ausgang ist offen.“

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