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Blitzer für Springe kommt noch später

SPRINGE. Die Aufregung war groß, als im September bekannt wurde, dass sich die Anschaffung des städtischen Blitzers verzögern wird. Nachdem bekannt wurde, dass der mobile Blitzer zuerst gar nicht gekauft, sondern zur Probe angemietet werden soll, steht nun fest: Es kommt zu Verzögerungen.

So könnte der Blitzer aussehen. FOTO: VITRONIC
Mischer

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Ralf T. Mischer Redakteur zur Autorenseite

Zum Unmut von den Teilen der Politik, die sich bereits seit Jahren für verschärfte Tempo-Kontrollen in gefährlichen Straßenabschnitten einsetzen.

Benjamin Moß gehört zu ihnen: „Ich bin mittlerweile schon recht frustriert, was dieses Thema angeht“, sagt Moß, der Mitglied im Ortsrat Holtensen ist. Der Sozialdemokrat hält Tempo-Kontrollen für ein wichtiges Werkzeug, um Verkehrsregeln durchzusetzen und Raser dazu zu bringen, auf die Bremse zu drücken. Moß mutmaßt, dass die Verzögerung darauf zurückzuführen sein könnte, dass die Hersteller mobiler Blitzgeräte Lieferschwierigkeiten haben – aufgrund der großen Nachfrage.

Das mag eine Sprecherin des Unternehmens Vitronic auf Anfrage nicht bestätigen. Zwar sei die Nachfrage nach dem mobilen Blitzgerät „Enforcement Trailer“ tatsächlich groß – „von Lieferschwierigkeiten wissen wir aber nichts“. Vitronic mit Sitz in Wiesbaden ist neben Jenoptic der einzige Hersteller mobiler, wartungsarmer Blitzer-Anhänger.

Unabhängig davon kritisiert Moß die Stadt scharf dafür, dass sie den bisherigen Blitzer-Vertrag mit der Region gekündigt hat. Diese führt nämlich Kontrollen dort durch, wo sie von Städten beauftragt wird; Messgeräte und Personal stehen bereit. „Ich kann nicht verstehen, dass die Stadt vor zwei Jahren diesen Vertrag gekündigt hat, ohne eine eigene Kontrollinfrastruktur zu haben – bei aller Liebe nicht“, sagt Moß. Tatsächlich hatte die Verwaltung bis Ende 2016 einen solchen Vertrag mit der Region: Die blitzte mit eigener Ausrüstung und eigenem Personal an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet. Inzwischen überwacht hier nur noch die Polizei.

Ein mobiler Tempomesser für Springe sollte eigentlich dieses Jahr kommen – vorerst als Mietgerät, das wiederum sechs Monate getestet werden sollte. Bis er in Springes Kernstadt sowie in den Ortsteilen zum Einsatz kommt, wird es offenbar noch einige Monate dauern. „Es gibt noch Vorarbeiten zu erledigen“, sagt Ordnungsamts-Leiter Karsten Kohlmeyer. Zum einen sei die Vereinbarung mit der Region Hannover noch nicht abgewickelt.

Zum anderen sei die Ausschreibung für die Technik noch nicht abgeschlossen. „Wir haben noch viele andere Projekte auf der Brust“, so Kohlmeyer. Er rechnet damit, dass der Blitzer im Laufe der nächsten Monate aufgestellt werden kann. Geblitzt werden soll an Schulen und an Stellen, an denen es oft Unfälle gibt.



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