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Wie das Nachtwächter-Denkmal gegen schlechtes Wetter geschützt wird

Bleifuß und Bleikopf für Heinerich

Springe. Heinerichs linker Fuß hat ordentlich gelitten. Während der rechte jahrelang warm und sicher unter dem hölzernen Mantel des Nachtwächter-Denkmals verschwand, musste der linke Fuß Regen, Sturm und pralle Sonne aushalten. Jetzt wird er geschützt: Handwerker Günter Horschig aus Völksen hat dem geschundenen Fuß eine Blei-Umhüllung gestiftet. Auch Schultern, Sockel und Mütze des Wahrzeichens werden künftig so verkleidet.

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VON CHRISTIAN ZETT

Die Arbeiten an dem maroden Wegweiser gehen unterdessen dem Ende entgegen: Möglicherweise können sie schon in den kommenden Tagen abgeschlossen werden.

Gut 60 Stunden hat Horschig jetzt unter der meterhohen Plane am Alten Rathaus sowie in seiner Werkstatt verbracht. Hat mit dünner Pappe genau die Formen der Denkmal-Teile angepasst, hat das Blei zugeschnitten und verlötet. „Jetzt werden die Stellen noch passend überstrichen, damit man das Blei später nicht mehr sieht“, sagt Horschig.

Vorher musste der Handwerker noch die durch Witterung beschädigten Teile des Wegweisers reparieren: „Das alte, morsche Holz habe ich herausgeschnitten.“ Die Lücken füllte Horschig mit zugeschnittenem Holzersatz, das gesamte Denkmal wurde imprägniert und schließlich an den empfindlichen Stellen mit Blei verstärkt.

In ein paar Tagen könnte das riesige Gerüst bereits aus der Innenstadt verschwinden und den Blick auf den Heinerich wieder freigeben: „Mit viel Glück sind wir diese Woche fertig“, sagt Horschig, der das Denkmal gemeinsam mit dem Springer Restaurator Karl-Heinz Fischbeck instand setzt. Unter anderem seien noch zwei Anstriche nötig, außerdem muss die Inschrift am Wegweiser-Stamm aufgefrischt werden. Fischbeck war 1995 dabei, als der gut 6,50 Meter hohe Wegweiser am Markt erstellt wurde. Es handelt sich größtenteils um die Kopie eines vor 62 Jahren erstellten Denkmals, das heute im Museum steht. Die Schilder am Stamm sind die Originale.

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