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Beschwerden über wildes Parken nehmen zu

SPRINGE. Eben mal ein Paket zur Post bringen, kurz mal Geld abheben bei der Sparkasse – alles kein Problem. Problematisch wird es, wenn Autofahrer in der Innenstadt direkt vor der Tür parken. Beschwerden über „wildes Parken“ nehmen zu.

Die Beschwerden über Falschparker häufen sich – die Stadt will mit Knöllchen gegensteuern. FOTO MISCHER
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Saskia Helmbrecht Redakteurin zur Autorenseite

„Uns ist das schon aufgefallen, dass Autofahrer am liebsten ins Gebäude vor den Geldautomaten fahren möchten“, sagt Bürgermeister Christian Springfeld.

Klaus Kammerer hatte sich mit seinen Beobachtungen schriftlich an die Stadtverwaltung gewandt. Seit der Eröffnung der Sparkassen-Filiale habe sich der Parkverkehr deutlich erhöht – „mit allen negativen Erscheinungsformen des wilden Parkens, teils direkt im Eingangs- und Zugangsbereich der Filiale“, berichtet Kammerer. Er hofft, dass der Rat, die Stadtverwaltung und die Gewerbetreibenden ein neues Verkehrskonzept umsetzen.

Sparkassen-Kunden würden vor dem Eingang der Filiale „minutenlang mit laufendem Motor während der Einkaufszeiten“ stehen. „Die im Auto verbliebene Begleiterin des Fahrers quittiert den Hinweis auf dieses wenig rücksichtsvolle und der Straßenverkehrsordnung widersprechende Verhalten mit spöttischem Lächeln, ohne den Motor abzustellen“, so Kammerer.

Ein anderer Fahrer sei mit seinem Auto direkt vor den Briefkasten Oberntor am Amtsgericht gefahren, um aus dem Auto heraus den Brief einzuwerfen, obwohl dort ein Spielgerät für Kinder sei. „Entsprechende Vorhalte werden mit Kopfschütteln und Gelächter beantwortet.“ Auch die Polizei würde nicht einschreiten.

„Der verkehrsberuhigte Bereich verliert so seine Attraktivität für Fußgänger und Radfahrer, insbesondere entsteht der Eindruck, dass der Bereich Oberntor vorwiegend dem Geschäftsverkehr dienen soll.“ Als Radfahrer überlege er sich schon, ob er die Verkehrsprobleme in Kauf nehme oder stattdessen lieber auswärts einkaufen gehe.

Eine Belebung der Innenstadt führe gezwungenermaßen auch zu mehr Verkehr, sagt Bürgermeister Springfeld. „Trotzdem müssen sich alle an die Regeln halten.“ Die Verwaltung will, wie berichtet, vermehrt kontrollieren und Knöllchen schreiben. „Den Fachdienst haben wir ja wieder personell verstärkt.“

Das Problem an der Post-Filiale bleibe aber erst einmal bestehen. „Ich kann da keine Lösung aus dem Hut zaubern“, sagt der BürgermeisterAuch wenn er die Falschparker nicht verteidigen will – verstehen könne er das Problem vorm Geschäft „Büro und Co.“.

„Wir können ja nicht verlangen, dass jeder Kunde eine Sackkarre im Kofferraum hat, um schwere Pakete zurückbringen zu können. Das ist echt nicht ideal.“ Er hofft, dass die Post die Entscheidung noch einmal überdenkt, die Dienstleistungen in diesem Geschäft anzubieten.

Ansonsten müsste die Verwaltung überlegen, Kurzzeitparkplätze zu schaffen – wie das konkret aussehen könnte, sei noch völlig offen. „Wir haben die Probleme erkannt und werden das genau kontrollieren“, betont Springfeld.



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