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Stadtsanierung in Eldagsen erzielt erste Ergebnisse / 54 000 Euro fließen in private Maßnahmen

Berufsmäßigen Bedenkenträgern zum Trotz

Eldagsen (col). Es ist vollbracht. Zwei Hauseigentümer aus Eldagsen freuen sich über ihre fertig sanierten Immobilien. Beide profitierten von dem Geld, das im Rahmen des Förderprogramms „Stadtumbau West“ von Bund und Land zur Verfügung gestellt wird. Eldagsen erhält jährlich einen Zuschuss von 400 000 Euro, 200 000 Euro zusätzlich steuert die Stadt bei.

Birgit und Wilhelm Niedermeier freuen sich über ihr frisch saniertes Fachwerkhaus.  Foto: col

Birgit und Wilhelm Niedermeier haben im Oktober mit der Sanierung ihres Wohnhauses begonnen. Das um 1800 erbaute Fachwerkhaus steht unter Denkmalschutz. Die ersten Gespräche mit der Stadt, dem Ortsplaner Hans-Joachim Brudniok und den Denkmalpflegern starteten vor zwei Jahren. „Herr Brudniok erstellt eine erste Expertise und macht Vorschläge zu den Gestaltungsmöglichkeiten“, sagt Stadtplanerin Susan Demelius.

Niedermeiers erhielten einen Zuschuss in Höhe von 14 600 Euro – 30 Prozent der gesamten Kosten. „Das ist natürlich auch für die heimischen Handwerker ein gutes Geschäft“, sagt Wilhelm Niedermeier. Es habe schließlich viel zu tun gegeben: Die Fassade wurde saniert, das Fachwerk und der Putz wurden erneuert. Die Fenster bekamen Zierleisten, die früher zum Schutz gegen den Regen an den Häusern angebracht waren. An der Westseite sanierten Arbeiter den kompletten Dachpfannenbehang.

Dabei dürfe natürlich nicht vergessen werden, dass auch die Gespräche mit der Stadt sehr zeitaufwendig gewesen seien, sagt Niedermeier, er habe sich dennoch allen „berufsmäßigen Bedenkenträgern“ entgegengestellt.

„Die Sanierungen sollen einen Beitrag zur Verschönerung des Stadtbildes leisten, danach richten sich dann auch die Zuschüsse der Stadt“, erklärt Demelius. Das Fördergeld und die Steuererleichterungen bekommen die Bauherren nur, wenn die Ziele der Sanierung auch tatsächlich erreicht werden.

Das zweite Objekt, das jetzt fertiggestellt wurde, steht in einem Hinterhof an der Langen Straße. „Dieses Haus wurde subventioniert, um eine Belebung des Stadtteils und damit gleichzeitig der Infrastruktur zu erreichen“, sagt Demelius. Dies sei das zweite Ziel, das die Verwaltung mithilfe des Förderprogramms erreichen möchte.

Um 1900 als Scheune erbaut, wurde es 1970 zu einem Wohngebäude umfunktioniert, erzählt die heutige Eigentümerin, die nicht namentlich genannt werden möchte. Nachdem es mehrere Jahre leerstand, sei es in einem katastrophalen Zustand und gewesen. Ein Hausschwamm-Befall gefährdete sogar die gesamte Sanierung. Die 180 Quadratmeter wurden nun komplett entkernt, Wände versetzt, eine neue Treppe führt in die oberen Etagen. Mit 40 000 Euro unterstützte die Stadt die Sanierung. Dies seien aber weit weniger als die 30 Prozent, die bei der Familie Niedermeier bezuschusst worden, eben weil das Haus in eine andere Kategorie falle, erläutert Demelius.

Parallel zu den privaten laufen auch die Planungen für die öffentlichen Maßnahmen. Dazu will der Sanierungsbeirat in seiner elften Sitzung am 16. August weitere Details erläutern. Dabei geht es hautsächlich um die Arbeiten am Marktplatz. Musterpflasterungen wurden bereits auf der Rasenfläche hinter dem Brunnen an der Langen Straße erstellt. „Zugunsten dieses Projekts verzichten wir vorerst auf Arbeiten an der Straße Am Namenlosen Knick“, sagt Demelius, „aber wir haben ja auch noch einige Jahre Zeit.“



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