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Zustand der Stahlkonstruktion am Meirhofweg unklar / Vollsperrung und Neubau nicht ausgeschlossen

Bennigser Brücke erneut auf dem Prüfstand

Bennigsen (col). Um das sogenannte Ankündigungsverhalten der Spannbetonbrücke am Meierhofweg in Bennig-

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sen ist es nicht gut bestellt. Das heißt: Ein eventueller Zusammenbruch macht sich nicht durch Risse bemerkbar – und das ist ein großes Problem, was sogar zum Abriss und Neubau der Brücke führen kann.

Jens Beermann vom Tiefbauamt erklärt die Problematik: „Es ist so ähnlich wie bei Holzbrücken. Von außen sehen sie top aus, dabei sind sie im Inneren manchmal völlig marode.“ Bei den Spannbetonbrücken, wie sie in Bennigsen und Dahle stehen, ist Stahl verarbeitet, „der die Neigung hat zu reißen“, erklärt Fachbereichsleiter Hermann Aden. Das könne zu einem abrupten Einsturz führen. Die Stadt musste deshalb nach einem Hinweis des Bundesinnenministeriums im Frühjahr eine Sonderprüfung einleiten. Dabei wurden in Dahle Abnutzungen an den Spann-Ankern festgestellt, die aber mit normalem Aufwand zu reparieren seien, wie Aden betonte. Am Meierhofweg hingegen gestaltet sich die Situation schwieriger. Dort bereitet das fehlende Vorankündigungsverhalten Kopfschmerzen. Eine weitere Nachprüfung sei bereits in Auftrag gegeben. Für Anfang nächsten Jahres wird das Ergebnis erwartet – und das ist vollkommen offen.

Die Stadt hofft auf eine einfache Lösung. „Von einer Gewichtsbeschränkung bis zur Vollsperrung ist alles vorstellbar“, so Beermann. Momentan besteht für die Brücke am Meierhofweg, die stark von landwirtschaftlichem Verkehr genutzt wird, keine Gewichtsbeschränkung. In Dahle dürfen Fahrzeuge bis zu zwölf Tonnen passieren.

„Solange die Brücke nicht nur für Fußgänger zu betreten ist, könnten wir mit solch einer Lösung leben“, sagt Aden. Auch Verstärkungsmaßnahmen seien denkbar. Im schlimmsten Fall ist ein Neubau nötig. „Und das wird dann richtig teuer“, sagt Aden, „das dürfte jenseits der halben Million liegen.“ Auch Beermann weiß: „Allein weil eine zweitrassige Bahnlinie dort verläuft, wäre ein riesiger Vorlauf nötig.“ Die Untersuchung und die Wartung der Eisenbahnbrücken bei Dahle und am Meierhofweg in Bennigsen haben die Stadt 40 000 Euro gekostet. Was die zweite Prüfung kosten wird, konnte Aden auf Nachfrage gestern noch nicht sagen.



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