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Bennigsen und das Hochwasser: Neue Kläranlage ist zu teuer

BENNIGSEN. Die Hochwasserproblematik in Bennigsen bei Starkregen, insbesondere im Südosten des Süllbergorts, soll sich mit dem Bau eines neuen Regenrückhaltebeckens am Hainhopenweg entspannen. Das hat Dieter Erdmann, Chef des städtischen Eigenbetriebs Stadtentwässerung, auf der Sitzung des Bennigser Ortsrats erklärt.

Die Kanal- und Straßenbauarbeiten in der Ahornstraße sind in vollem Gang, im kommenden Jahr wird mit der Birkenstraße die Parallelstraße saniert. Foto: Brinkmann-Thies

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anne brinkmann-thies

Der sogenannte Ostsammler soll im kommenden Jahr entstehen. Der Problembereich sei derzeit immer noch der tiefste Punkt im Ort, so Erdmann. Dort hat unter anderem der Bennigser Gerüstbauer Ralf Kilian sein Firmengelände. Dort, aber auch bei anderen Grundstückseigentümern, war im Sommer 2016 nach einem Starkregenereignis Land unter. Seither sind die Betroffenen stets in Alarmbereitschaft, wenn sich am Himmel etwas zusammenbraut. Inzwischen ist der angrenzende Hüpeder Bach teilweise mäandrierend verschwenkt worden. Ein Stück allerdings konnte die Stadtverwaltung nicht anfassen, weil die Grundstückseigentümer nicht verkaufen wollen, bedauert Erdmann. Wirkliche Entlastung soll im kommenden Jahr aber der sogenannte Ostsammler bringen, das dritte Regenrückhaltebecken in Bennigsen. Dort werde das ankommende Wasser zunächst aufgefangen, um dann zeitlich verzögert über einen Regenkanal in den Hüpeder Bach abgegeben zu werden.

Die Kanalsanierung in Bennigsen schreitet seit Jahren voran – abschnittsweise, Straße für Straße. In gut zehn Jahren soll die Mammutaufgabe bewältigt, der Großteil des Ortes an ein Trennsystem angeschlossen sein. „Wir arbeiten uns jedes Jahr ein Stück weiter vor“, so Erdmann. (siehe Kasten).

Eine große Lösung wäre in Bennigsen der Neubau einer Kläranlage gewesen, denn die jetzige ist viel zu klein dimensioniert, sagte Erdmann. Eine neue Anlage hätte jedoch rund 15 Millionen Euro verschlungen. Und man wisse letztlich nicht wie sich die Bevölkerung im Süllbergort entwickle. Das war ein Stichwort. Wann könne in Bennigsen denn mit Blick auf die angespannte Kanalsituation überhaupt ein neues Baugebiet kommen?, fragte Christoph Rohr (CDU).

SES-Chef Erdmann sieht die unterirdischen Voraussetzungen dafür ab dem Jahr 2021 geschaffen. Das dürften potenzielle Investoren – wie etwa für das Gebiet der Schille – mit Interesse hören. In dem geplanten innerörtlichen Baugebiet Schusterhöfe, für das gerade die Aufstellung eines Bebauungsplans beschlossen wurde, müsse das Regenwasser übrigens auf den Grundstücken entwässert werden. Das berichtete Ratsfrau und beratendes Mitglied im Bennigser Ortsrat, Elke Thielmann-Dittert (Die Grünen).



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