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Bennigsen: Politik bringt Neubaugebiet auf den Weg

BENNIGSEN. Springe will wachsen – dafür braucht die Stadt dringend Bauflächen, auch in den Ortsteilen. Die Mitglieder des Verwaltungsausschusses haben sich jetzt für ein Mini-Neubaugebiet in Bennigsen ausprochen.

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Saskia Helmbrecht Redakteurin zur Autorenseite

Der Eigentümer der Fläche am Buchenweg plant, Einfamilienhäuser zu errichten. Derzeit wird der Bereich als Weide genutzt. Für Diskussion sorgte allerdings die Gestaltung der Grünstreifen zur Begrenzung. Die CDU hatte Bedenken, dass die Stadt am Ende auf den Kosten für die Pflege sitzen bleibt. „Das hat uns wirklich Bauchschmerzen bereitet – gerade vor dem Hintergrund neue, laufende Kosten zu verursachen“, sagt Ortsbürgermeister Jörg Niemetz. Während der Bauausschusssitzung machte Baudezernats-Mitarbeiterin Susan Demelius klar, dass solche Grünflächen zum Leitziel der kommunalen Flächennutzungsplanung gehörten.

Der Verwaltungsausschuss hat jetzt beschlossen, die Flächen nur anzulegen, wenn es rechtlich notwendig ist. Niemetz meint außerdem, dass sich die zukünftigen Anlieger selbst um eine Bepflanzung kümmern würden. Gleichzeitig will er den möglichen Bauherren nicht zu hohe Auflagen vorgeben.

Für Diskussion könnte auch das Abwasser-Problem in diesem Bereich sorgen. Der Starkregen im vergangenen Jahr führte dazu, dass eine große Menge Erde das Feld hinunterströmte und die Straße kaum noch zu sehen war, weiß Niemetz, der Fotos von den Anwohnern bekam. Diese fürchten, dass sich das Problem durch Neubauten weiter verschärfe. „Diese Bedenken müssen wir ernst nehmen, bei der Planung genau darauf achten und prüfen, was technisch machbar ist, um Oberflächenwasser wegzuleiten und aufzufangen – das sollte lösbar sein.“

Fest steht: Die Nachfrage an neuen Bauflächen ist groß. „Dass der Bedarf allerdings so riesig ist, hätte ich nicht gedacht“, so Niemetz. Über die Internetseite habe er bereits zahlreiche Anfragen zur Bebauung bekommen, auch im Bereich der Schille. „Wir müssen da dringend etwas tun und zukünftigen Bauherren transparent darstellen, wo sie im Stadtgebiet dann bauen dürfen.“

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