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Bennigsen: Angst vor dem Baum-Ritzer

Der Landwirt Wolfram Sommer findet immer wieder traktierte Stämme in seinem Wald – und erstattet nun Anzeige.

So sehen die Bäume aus, wenn sie angeritzt sind. FOTO: SOMMER
Mischer

Autor

Ralf T. Mischer Redakteur zur Autorenseite

Unklar ist nicht nur, wer diese Freveltaten im Wald verübt – auch, was der oder die Täter damit bezwecken wollen, bleibt rätselhaft. Klar ist eigentlich nur, dass es immer wieder passiert: Unbekannte ritzen Bäume an. Der Land- und Forstwirt Wolfram Sommer hat nach einem erneuten Fund nun Anzeige gegen erstattet. Wer etwas beobachtet hat, und sich bei der Polizei meldet, dem möchte Sommer sogar eine Belohnung zahlen.

Sommer hat ein mehrere Hektar großes Waldstück am Lauseberg zwischen Bennig-sen und Völksen. Seit einiger Zeit entdeckt er dort immer wieder, dass jemand die Rinden der Bäume in dem Gebiet mit einem spitzen Gegenstand oder mit einer Säge einschneidet. „Die Pflanzen werden wohl dadurch eingehen“, fürchtet der Waldbesitzer. Sommer schätzt, dass mittlerweile rund 100 Bäume auf diese Art in seinem Wald angeritzt worden sind, auch auf benachbarten Waldgrundstücken sei es bereits zu dieser Art der Frevelei gekommen.

Betroffen sind bei ihm sowohl Lärchen als auch Fichten. Als er an diesem Wochenende eine abgelegene Stelle seines Waldes inspizierte, stellte er fest, dass in gleich 40 Bäumen tiefe Schnitte in der Rinde klafften. Ihm war klar: So geht es nicht weiter.

Sommer erstattete Anzeige gegen unbekannt. Und hofft nun, dass sich Zeugen melden, die möglicherweise den oder die Täter beobachtet haben.

Das Motiv, warum jemand Bäume anritzen könnte, ist ihm indes völlig schleierhaft. Sommer fürchtet allerdings, dass es sich nicht nur um einen Streich von Kindern oder Jugendlichen handelt: „Die Rinden so einzuschneiden, ist nicht leicht, da braucht man schon schweres Werkzeug“ – und über solches verfügen Kinder und Jugendliche in der Regel nicht. Auch hält er eine solche Zerstörungswut für zeitaufwendig: „Das schafft man nicht in fünf Minuten.“ Umso mehr wundert er sich darüber, dass der oder die Täter auch an viel frequentierten Wanderwegen ihre Anschläge auf die Bäume hatten verüben können. Nun hofft er auf Spaziergänger als Zeugen – und möchte für Hinweise, die zur Ergreifung des oder der Täter führen, eine Belohnung aussetzen: immerhin 500 Euro.

Die Polizei in Springe, die Anlaufadresse für Zeugen ist, hat die Ermittlungen in dem Fall aufgenommen. Details wollten die Beamten gestern auf Nachfrage noch nicht dazu äußern.



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