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Stadt würde gerne in Straßenbau investieren – hat aber kaum Geld / Gennat: „Den Spagat schaffen“

Bei klammer Kasse große Sprünge leisten?

Springe (ric). Mit steigenden Temperaturen kommt die Realität ans Licht: Springes Straßen, die der Winter wieder über Wochen im Griff hatte, leiden. Jetzt sind wieder die Experten gefragt, nachdem Kälte und Feuchtigkeit an der Substanz genagt haben. Die Aufgabe: Mit ganz wenig Geld ganz viel reparieren und womöglich teurere Folgeschäden vermeiden.

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Noch ist Gerd Gennat nicht für detaillierte Schadensaufnahmen unterwegs gewesen. Klar, Schäden beobachtet er ständig, etwa an viel befahrenen Strecken wie der Völksener Straße. Doch noch ist der Winter ja nicht vorbei. Schon jetzt steht für den stellvertretenden Leiter des Fachdienstes Tiefbau allerdings fest: „Wir müssen wieder einen Spagat schaffen.“ Dabei solle sowohl vorbeugend als auch grundhaft saniert werden, sagt Gennat: „Uns wird die Frage beschäftigen, wie das Geld am geschicktesten zu verteilen ist.“ Mehr als im vergangenen Jahr wird es für Ausbau- und Unterhaltung nicht geben. Mithilfe einer Prioritätenliste wurden so unter anderem der Kreisverkehr an der Osttangente, die Brandenburger Straße, der Kurze Ging und die Bernauer Straße erneuert. „Wir hätten alles von der Liste geschafft, wenn der Winter nicht dazwischengekommen wäre“, sagt Gennat. In diesem Jahr soll auf jeden Fall die Harmsmühlenstraße saniert werden, ein Projekt, das im vergangenen Jahr nicht mehr umgesetzt wurde. Die vergleichsweise stark frequentierte Trasse weist jetzt noch heftigere Schäden auf, die Schlaglöcher sind größer geworden, treten an immer mehr Stellen auf. Auf Hilfe von Bund oder Land kann die Kommune übrigens nicht hoffen: Für Straßenunterhaltung in ihrem Netz ist sie allein verantwortlich.

Ausgebaut werden soll in diesem Jahr auch noch die Bürgermeister-Peters-Straße am Bahnhof. Und dafür gibt’s Geld vom Land: Wie berichtet, werden 230 000 Euro bereitgestellt. Die Mittel sind Teil eines 74 Millionen Euro schweren Programms, von dem heimische Autofahrer allerdings sonst nicht profitieren: Es handelt sich um die einzige Straße im Stadtgebiet, für die Fördermittel fließen – entsprechende Eigenleistung der Stadt vorausgesetzt.

Der Winter hinterlässt seine Spuren auf Springes Verkehrswegen: An der Harmsmühlenstraße (großes Bild) sind einige Krater entstanden. Schäden weist auch die Bürgermeister-Peters-Straße auf – für deren Ausbau erhält die Stadt aber Fördermittel.

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Fotos: ric



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