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CDU Stadtverband: Vierter Neujahrsempfangs im Marstall / Kohlenberg fordert mehr Bedenkzeit

„Bei Jugend und Familien hört das Sparen auf“

Springe (ric). Bei Sport und Kultur zu Sparen – für die CDU offenbar kein Tabu mehr. Fraktionschef Jürgen Kohlenberg nahm beim Neujahrsempfang im Jagdschloss hingegen die Jugend- und Familienarbeit in Schutz: „Wir haben uns dort sehr hohe Hürden gesetzt – und werden dort nicht den großen Rotstift ansetzen.“

Beim Sparen die Generationengerechtigkeit im Blick (v.l.): Gabri

Vor mehr als 200 geladenen Gästen standen im Marstall gestern Mittag die Sparpläne der Verwaltung im Mittelpunkt. Zum vierten Mal hatte der Stadtverband der Christdemokraten Vertreter aus Vereinen und Verbänden zum Meinungsaustausch in stilvollem Ambiente eingeladen. Trotz Schneeverwehungen waren zahlreiche Gäste erschienen. Kohlenberg, dessen Fraktion sich zurzeit „intensiv mit den Haushaltsberatungen beschäftige“, erwähnte die Generationengerechtigkeit und Nachhaltigkeit. Ein Ziel, das bei der neuen doppischen Haushaltsführung nicht aus den Augen verloren werden dürfe. „Die Beratungen erfordern daher mehr als Zeit“, forderte Kohlenberg. Inhalte seien momentan noch nicht spruchreif. Er betonte allerdings, dass alle Ortsteile gleichberechtigt zu behandeln seien.

Seine Frau Gabriela berichtete von der Arbeit aus Landtagsfraktion und Regionsversammlung. Sie sagte, dass sich die CDU gegen die Ausschreibung der Rettungsdienstvergabe und für eine Verlängerung der bisherigen Regelung ausspreche. „Da hängt viel daran, wir wollen sicherstellen, dass der Rettungsdienst weiterhin so gut funktioniert.“ Gleichzeitig versprach die Landtagsabgeordnete, sich gegen die vorgesehene Gebührensteigerung bei der Abfallentsorgung einzusetzen.

Stadtverbandschefin Anette Henkels warnte ebenfalls davor, bei Schulen und Bildung zu streichen. „Auch wenn uns kommunalpolitisch große Sorgen mit den Finanzen plagen.“ Und so wurde der Neujahrsempfang auch dafür genutzt, über mögliche Auswirkungen der Sparzwänge zu diskutieren. Gleichzeitig nahm ihn die CDU zum Anlass, den Ehrenamtlichen in Stadt und Ortsteilen für ihr Engagement zu danken. Henkels verwies in diesem Zusammenhang jedoch darauf, dass ihre Partei „weit davon entfernt sei, noch irgendwelche Versprechungen zu machen.“

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