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Realschule lädt 27 heimische Firmen ein – auch Philips sagt zu / Eltern können dabei sein

Bei der dritten Berufsbörse wird‘s persönlich

Springe (ric). Die Wirtschaft klagt über den Mangel an Fachkräften, die Jugendlichen darüber, dass sie es immer schwerer haben, eine Ausbildungsstelle zu bekommen. Die in Springe einzigartige Berufsbörse an der Heinrich-Göbel-Realschule soll Abhilfe schaffen und Perspektiven bieten. Und dafür legen sich alle Beteiligten noch mehr ins Zeug als in den Vorjahren.

Eintauchen ins Berufsleben: Wie im Vorjahr kommen Schüler auf der Börse am 16. September mit Firmen in Kontakt – für diese

Erstmals hat HGR-Rektorin Jutta Brenneke Caroline Geiger von der pro Beruf GmbH mit an Bord, die auch außerhalb der Veranstaltung in der Real- und der Gerhart-Hauptmann-Hauptschule beratend tätig ist. Sie hat festgestellt: „Die Schüler können alles erreichen, wenn sie es wollen.“ Allerdings vermisse sie manchmal die notwendige Leidenschaft. Für den Start ins Berufsleben dürfe man nicht nur vor der Haustür schauen, sondern müsse flexibel und mobil sein. Gleichwohl sollten sich auch die Firmen mehr bemühen, den Nachwuchs für sich zu begeistern, wünscht Geiger.

Die 27 an der Börse beteiligten Unternehmen jedenfalls beweisen allein durch ihre Teilnahme, dass sie gewillt sind – ihr Einsatz fordert mehr Personal als bislang. „Die Veranstaltung soll persönlicher sein“, sagt Geiger. Für die Neunt- und Zehntklässler sind daher dieses Mal zwei Gespräche mit Betriebsvertretern verpflichtend. Mit dem Ausfüllen von Fragebögen allein ist es nicht mehr getan. Die Teilnehmer kommen auch aus der BBS, der Hauptschule und der Bennigser Peter-Härtling-Schule, zum Teil sind schon die Achtklässler eingebunden. Die Firmen wissen allerdings nicht, welche Schulform die Jugendlichen besuchen, die bei ihnen sitzen. So soll vorurteilsfrei ein Urteil gebildet werden. „Im Idealfall machen die Schüler später ein Praktikum und eine Ausbildung dort.“

Beachtlich: Die meisten Interessenten gibt es für den Beruf des Raumausstatters – Hans-Jürgen Bormann und sein Team der Firma Weibke rücken mit entsprechend vielen Mitarbeitern an. Und der drohenden Standortschließung zum Trotz: Auch Leuchtenhersteller Philips hat seine Zusage gegeben.

Rektorin Brenneke betont, dass die Schule die Veranstaltung – im Gegensatz zu Einrichtungen in anderen Gemeinden – unabhängig von Dritten durchführt. So sei eine neutrale, werbefreie Börse möglich. Die Stadt Springe ist ebenfalls mit einem Stand vertreten – aus der Durchführung und Organisation hält sie sich jedoch heraus.

Berufsbörse an der Heinrich-Göbel-Realschule, Adolf- Reichwein-Straße 2. Freitag, 16. September, 9 bis 13 Uhr. Eltern sind gern gesehen.



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