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Baustelle Schule: So geht‘s weiter mit den Umbauten

SPRINGE/BENNIGSEN. Lange schlafen und den ganzen Tag spielen: Damit ist am Donnerstag Schluss. Dann sind die Sommerferien vorbei und es heißt wieder: Lernen. Während die Schüler ihre letzten Tage Freizeit genießen, laufen in den Schulen bereits Gespräche zu den Baumaßnahmen. Ein Überblick:

Zunächst müssen sich die Stadt und die Integrierte Gesamtschule über den Bau einig werden, bevor es losgehen kann. FOTO: HELMBRECHT
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Saskia Helmbrecht Redakteurin zur Autorenseite

Otto-Hahn-Gymnasium

Defekte Wasserhähne und kaputte Fenster: Der Kunst-Trakt im Otto-Hahn-Gymnasium (OHG) sollte eigentlich bereits im Herbst vergangenen Jahres saniert werden. Vor den Ferien wurde ein Gerüst auf- und neue Waschbecken im Kunstraum eingebaut. „Alles andere verzögert sich“, sagt Schulleiterin Kerstin Prietzel. Der Baubeginn wurde auf September verschoben. Den Grund dafür kennt Prietzel nicht. „Natürlich bin ich damit nicht zufrieden“, sagt Prietzel. Schließlich wurden die Bauarbeiten bewusst auf die Sommerferien gelegt, um den Schulbetrieb nicht zu stören. Aus diesem Grund will Prietzel jetzt auch mit der Stadtverwaltung über mögliche Lösungen sprechen.

Doch der Kunst-Trakt ist nicht die einzige Baustelle. Auch der sogenannte „Bunker“, ein ausgelagerter Pavillon, der als Provisorium gedacht war, macht Probleme. „Die Absicht, den Bunker abzureißen, ist da“, sagt Prietzel.

Doch ein Abriss wäre sinnlos, ohne zu wissen, wo die siebten und achten Klassen untergebracht werden können. Denn die werden in dem Pavillon unterrichtet. „Nach der Sanierung des K-Traktes werden wir einen Cut setzen und generell überlegen, wohin es gehen soll.“ Die Schule will ein Konzept aufstellen, welche Maßnahmen dringend erforderlich sind. „Es macht wenig Sinn, immer mehr Geld in das ohnehin sehr alte Gebäude zu stecken und immer nur zu flicken.“

Dieses Flickwerk habe sich auch beim Dauerregen in der vergangenen Woche bemerkbar gemacht: 1200 Bücher seien nass geworden und müssten ersetzt werden. „Wir wollen das Bauprojekt lieber verlangsamen, um dafür etwas Großes auf den Weg zu bringen, das auch zügig vorangeht. Wir brauchen den großen Wurf.“ Ein nächstes Treffen mit Stadt und Architekten ist erst im Oktober geplant.

Im Haushalt 2017 sind für die energetische Sanierung und für die Sporthalle Süd 1,45 Millionen Euro bereitgestellt.

Integrierte Gesamtschule

Vergangene Woche gab es das zweite Treffen zum Umbau der Integrierten Gesamtschule (IGS) in Springe, sagt Schulleiter Frank Kasburg. Im Januar wurden der Schule und der Stadt ein erster Entwurf vorgelegt. „Wir hatten noch einige Wünsche, die eingeplant werden mussten“, sagt Kasburg. Konkret gehe es etwa um die Inklusionsräume, die Verteilung der Lehrerzimmer oder Arbeitsstellen für Schüler im Freien. „Außerdem hätten wir gerne einen zweiten Musikraum.“ Jedes Detail müsse genau geplant werden, betont Kasburg. „Schließlich soll der Bau vernünftig werden und für die kommenden 30 Jahre nutzbar sein.“ Bei dem Treffen ging es auch um einen Raum für Abschlussfeiern. „300 bis 400 Leute irgendwo unterzubringen ist nicht einfach.“ Zudem ist eine Mensa vorgesehen.

Einen Ablauf des Baus gebe es bereits – allerdings noch keinen Zeitplan. Ein Teil der Schule, unter anderem die Sprachlernklassen, sind derzeit in die Türme der Grundschule am Ebersberg ausgelagert.

„Erst muss die Planung von der Schule mitgetragen werden, und diesen Punkt haben wir noch nicht erreicht“, sagt Fachdienstleiterin Gabriele Tegtmeyer. Wenn sich alle einig sind, sollen die Baumaßnahmen den Eltern öffentlich vorgestellt werden. „Und dann können wir auch erst über die Kosten sprechen.“

Grundschule Bennigsen

Drei erste Klassen wird es zum neuen Schuljahr in Bennigsen geben – eine mehr als bislang, das macht zehn Klassen insgesamt. Damit wird der Platz in der Schule noch knapper.. Um die Situation kurzfristig zu entschärfen, werden am Donnerstag die beiden vierten Klassen umziehen müssen: Die Schüler werden in den Räumen der Peter-Härtling-Schule unterrichtet. „Natürlich ist dieser Umzug auch eine Belastung“, sagt Schulleiterin Madlen Ludwig. Auch für die Lehrer würden dadurch weitere Wege entstehen.

Viel wichtiger ist Ludwig aber, dass es mit dem Umbau der Grundschule weitergeht. „Wir wollen endlich konkret wissen, wann es losgeht, niemand weiß so richtig Bescheid“, kritisiert die Rektorin. Diese Ungewissheit sei ebenfalls eine Belastung. „Ich bin auch nicht der Typ, der ständig bei der Stadt nachfragen will, was jetzt der Stand der Dinge ist. Auch das kostet Energie, immer wieder nachzuhaken.“ Unklar ist etwa, wo die Kinder während der Bauphase untergebracht werden können. „Wir könnten uns mit Containern anfreunden, nur müsste dafür mal klar gesagt werden, wie es geplant ist.“ Schließlich brauche das Kollegium eine gewisse Vorlaufzeit, um planen zu können.

Bereits Anfang Mai wandte sich Ludwig im Rahmen der Schulausschusssitzung mit ihren Sorgen an die Stadt.



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