weather-image
17°

Baustelle Burghof

SPRINGE. Alle reden über das Millionenprojekt in der Innenstadt. Dabei ist eine potenziell ebensogroße Baustelle am Stadtrand zu finden: Das Rathaus und dessen bauliche Unzulänglichkeit war und ist für die Politik immer wieder ein Thema.

Das Flatterband soll den Rasen schützen. Symbolisch steht es auch dafür, dass baulich ums Rathaus manches im Argen ist. FOTO: MISCHER
Mischer

Autor

Ralf T. Mischer Redakteur zur Autorenseite

Eines, um das sich bald auch Architekten kümmern – die Ausschreibung des Wettbewerbs zur Neugestaltung der Fläche wird von der Verwaltung gerade vorbereitet. Fest steht schon weit bevor die ersten Entwürfe vorliegen, dass die Erneuerung des Bereichs rund ums Rathaus das Stadtbild entscheidend verändern wird.

Gegenstand der Ausschreibung ist, nach Informationen dieser Zeitung, die gesamte Fläche – vom Rathaus über das Polizeigelände bis zur Fläche am Feuerwehrhaus. Planerisch interessant dürften indes auch das Museum und die Remise werden. Gemeinsam mit dem Rathaus bilden die Drei nämlich ein bauliches Ensemble – Veränderungen am Rathaus dürfen also nur nach den Vorgaben des Denkmalschutzes vorgenommen werden. Und müssten ohnehin mit Museum und der, im Jahreslauf eher selten genutzten Remise harmonieren.

Klar ist, dass bei der Verwaltung an allen Ecken und Enden Raumnot herrscht: Im Baudezernat etwa. Aber auch im Alten Rathaus. Durch vielen Standorte werden Arbeitsprozesse erschwert. Beispiel: Ein Rechnungsprüfer sitzt im Alten Rathaus, ein zweiter in der Weißen Schule. Durch eine Personalkonzentration könnten Präsenzprobleme gelöst werden, die etwa in der Tourist-Info auftreten. Wenn Mitarbeiter im Urlaub oder erkrankt sind, bleibt die Einrichtung bislang einfach zu. Auch darüber lohnte es sich für die Architekten, nachzudenken: Die Musikschule verfügt nicht über adäquate Auftrittsmöglichkeiten. Der Kulturkreis klagt seit Jahren, dass passende Flächen für Ausstellungen und Konzerte fehlen.

Viele Vorgaben darf die Verwaltung den Architekten im Wettbewerb, der europaweit ausgeschrieben wird, nicht machen. Die Richtlinien für Planungswettbewerbe lassen enge Grenzen.

Anzeige
Anzeige
Weiterführende Artikel
    Kommentare