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Heinrich Thies liest im Völksener Hermannshof aus seinem Krimi „Schweinetango“

Bauer sucht Frau – ohne ein Happyend

Völksen (hzs). Es ist ein bisschen wie bei „Bauer sucht Frau“. Beim Singletanz im Gasthaus Wilder Jäger, dem „Schweinetango“, lernt Heidebauer Cord Kröger die Deutsch-Russin Jelena kennen. Es funkt, doch statt einer heißen Liebesnacht kreuzt ein Feuerteufel den Weg der frisch Verliebten.

Susanne Mischke und Heinrich Thies auf dem Hermannshof. Foto: hz

„Schweinetango“, das ist ein weiterer Krimi in der von Susanne Mischke im Völksener Zu-Klampen-Verlag herausgegebenen Serie mit Lokalkrimis. Bei der zweiten Lesung der Reihe „Mord in der Region“ faszinierte Autor Heinrich Thies seine Zuhörer mit brillant geschriebenen, sehr ausdrucksvoll vorgetragenen Spannungsbögen. Journalist Heinrich Thies, Jahrgang 1953, kennt sich als Gerichtsreporter aus mit Tätern, Opfern und Tatorten. Sein „Schweinetango“ wird im Aller-Leine-Tal getanzt, einer Gegend, in der der Autor aufgewachsen ist, die ihn geprägt hat. Thies tariert Journalistisches und Fiktionales ganz fein gegeneinander aus, schreibt beeindruckende Außen- und Innenansichten seiner Akteure. Die haben, so weiß Susanne Mischke, „Ecken und Kanten, man muss sie nicht immer mögen, aber sie sind authentisch.“

Glutrot versinkt die Sonne hinterm Deister

Und Thies kann vor allem eins: Spannung erzeugen. Sowohl bei der Schilderung einer nächtlichen Mofa-Heimfahrt eines frustrierten 17-jährigen Außenseiters nach einem Disko-Besuch wie auch beim abendlichen Ausharren des Jägers auf dem Hochsitz. Nur wenig später findet dieser sich ums Überleben kämpfend in einer Feuerhölle wieder. Erneut hat der Feuerteufel zugeschlagen. Immer wieder gelingen Heinrich Thies auch Anflüge von Humor, doch eigentlich behandelt er ein ernstes Thema. „Viele junge Landwirte haben in der Tat große Schwierigkeiten eine passende Frau zu finden“, erklärt er. Den „Schweinetango“, den gäbe es wirklich.

Heinrich Thies tanzt an diesem Abend im von der Abendsonne glutrot erhellten Haus im Park auf dem Hermannshof durch einige der spannendsten Szenen seines Krimis. Als er endet, versinkt die Sonne gerade flammenrot hinterm Deister, der einen Moment lang passend zur Krimikulisse zu brennen scheint. Und einer sichtlich beeindruckten Zuhörerin entfährt das Wort, das den Abend passend auf einen Nenner bringt: „Saustark.“



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