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Bauausschuss beschließt Dauerbeleuchtung der Straßenlaternen

SPRINGE. Monatelang hatten die Ortsräte über die Zeiten der Nachtabschaltung diskutiert. Jetzt aber steht fest: Die Dauerbeleuchtung soll im Herbst dieses Jahres eingeführt werden. Das haben die Mitglieder des Bauausschusses heute Abend beschlossen.

Foto: Archiv/Mischer
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Saskia Helmbrecht Redakteurin zur Autorenseite

Die Verwaltung hofft für die Umrüstung auf Fördermittel einer EU-Ausschreibung, erklärte Fachdienstchef Gerd Gennat während der Sitzung. Für 2018 müssen im Haushalt dennoch einmalig 45 000 Euro zusätzlich an Stromkosten eingestellt werden. Denn: Die Umrüstung auf LED-Leuchten wird voraussichtlich erst Ende 2018 fertiggestellt sein. Beschlossen wurde gestern eine teilweise Umrüstung auf LED – denn 2006 bis 2009 hatte die Stadt bereits in moderne Leuchten investiert. Diese werden nun weitergenutzt. Von den Übrigen werden etwa 1350 durch neue LED-Leuchten ersetzt und 1000 erhalten LED-Leuchtmittel. Für die 1350 Exemplare kann die Stadt im Sommer einen Antrag auf Fördermittel stellen.

Gleichzeitig haben sich die Politiker auf ein Dimmprofil der Leuchten festgelegt. Gennat: „Genau da liegt dann das Einsparpotenzial.“ Von 4000 Betriebsstunden jährlich würden die Laternen lediglich 700 Stunden auf voller Kraft laufen.

Kritik kam von der Grünen-Ratsfrau Elke Thielmann-Dittert: „Die 25-prozentige Förderung ist kein Argument, diese immensen Investitionskosten zu tätigen, das ist der falsche Weg. Wir sollten nicht mit der Brechstange alles umrüsten – wir befinden uns in der Haushaltssicherung“, appellierte sie an die Sitzungsteilnehmer und stimmte gegen den Beschlussvorschlag. Sechs Politiker stimmten bei einer Enthaltung dafür.

Auch auf eine neue Steuerung haben sich die Politiker festgelegt. Zum Hintergrund: Das Geld für eine neue Steuerungsanlage wurde aus dem Haushalt 2017 gestrichen und die Debatte auf kommendes Jahr verschoben. Dennoch sollen bereits die Weichen gestellt werden. In einem ersten Schritt haben sich die Politiker für eine tageslichtabhängige Steuerung entschieden. „Es steht außer Frage, dass wir eh eine neue Steuerung brauchen. Und bei dieser Variante trägt sich, aufgrund der zusätzlichen Einnahmemöglichkeiten, die Investition quasi von selbst“, betonte Bürgermeister Christian Springfeld. Reservestellen gibt es bei dem derzeitigen Steuerungssystem nicht mehr – fällt eine Schaltstelle aus, muss sie von Hand weitergestellt werden. Einstimmig sprach sich der Ausschuss für das tageslichtabhängige Modell aus.

Um über die dekorative Gestaltung der Laternen – ob etwa historisch oder auch futuristisch – zu entscheiden, wurde beschlossen, eine Arbeitsgruppe zu gründen.

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