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Bauarbeiten an Obermühle: Pause wegen des Wetters

ALFERDE. Not an der Notumflut: Die Fertigstellung des Neubaus am Bach in Alferde verzögert sich weiter. Das Hochwasser Mitte Dezember machte den Planern einen Strich durch die Rechnung.

Wegen des Hochwassers im Dezember ruhen die Arbeiten an der Obermühle. Die Baustelle wird jetzt winterfest gemacht. FOTO: HELMBRECHT
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Saskia Helmbrecht Redakteurin zur Autorenseite

Vor zwei Wochen war dort der Bach über das Ufer getreten. „Die Terrasse eines Hauses wurde geflutet“, berichtet der Chef des Eigenbetriebs Stadtentwässerung, Dieter Erdmann. Aber auch die gesamte Baustelle stand unter Wasser. Der Gewässerdamm musste geöffnet werden, sogar die aufgestellten Spundwände hielten dem Wasserdruck nicht mehr stand und wurden zur Seite gedrängt. „Bei Gewässerbaustellen ist man davor nie gefeit“, betont Erdmann. Jetzt wird die Baustelle winterfest gemacht – die Arbeiten, hofft Erdmann, sollen aber im Januar wieder aufgenommen werden. Mit der Menge Hochwasser im Winter habe er nicht gerechnet.

Ursprünglich geplant war die Fertigstellung bis Ende des Jahres. „Eigentlich sogar schon im Oktober“, sagt Ortsbürgermeister Uwe Metz, der an der jüngsten Ausschusssitzung für den Eigenbetrieb als Zuhörer teilgenommen hatte. Doch auch der Termin konnte nicht eingehalten werden. „Es steht in den Sternen, wann es jetzt wirklich fertig ist“, so Metz.

Bereits im Sommer schlug die Stadt Alarm: Wenn an der Obermühle nicht schnell 150 000 Euro investiert werden, könne dort ein Wohngebäude einstürzen, weil das Haus unterspült sei. Komplett trocken gelegt werden kann der Bereich aber nicht: Die betroffenen Grundstücke würden nämlich auf Holzpfählen stehen. Trocknen diese, würde der Boden komplett absacken. An den Fassaden der Häuser seien bereits massive Schäden entstanden, sagt Metz.

Ganz neu sei die Situation allerdings nicht. „Wir sind seit 2006 Eigentümer eines der Grundstücke und seitdem gibt es eigentlich durchgehend Probleme“, sagt ein Anwohner. Bereits 2011 habe man festgestellt, dass das Gebäude unterspült sei. Dann seien die Arbeiten am Rat und einem erkrankten Sachbearbeiter hängen geblieben. Lange war unklar, wem was gehöre und wer für was zuständig sei. „Ich hatte mir von der Sitzung mehr erhofft“, so Metz.

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