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Region geht offenbar nicht auf Finanzierungswünsche ein / Politische Entscheidung Ende September

Bahnhofskümmerer: Stadt vor dem Ausstieg

Springe. Die Teilnahme am Bahnhofskümmerer-Projekt ist für die Stadt mit ihren drei Stationen offenbar in weite Ferne gerückt: Weil die Region nicht auf die Finanzierungswünsche der Springer Verwaltung eingegangen ist, will man dort aller Voraussicht nach auf eine Bewerbung verzichten.

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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

In einer Vorlage, über die die Regionspolitiker nach den Sommerferien beraten sollen, ist nach wie vor von einer 50-prozentigen Beteiligung der Region an den Personalkosten in Höhe von gut 26 000 Euro pro Jahr die Rede. Bürgermeister Jörg-Roger Hische hatte sich wie berichtet direkt bei Regionspräsident Hauke Jagau für eine geringe Belastung Springes eingesetzt. „Das war auch der Wunsch von anderen Kommunen“, sagte gestern Hisches Stellvertreter, der Erste Stadtrat Hermann Aden.

Er kenne den Inhalt der erst wenige Tage alten Vorlage noch nicht, so Aden weiter: „Es wäre aber nicht das erste Mal, dass die Region unseren Wünschen nicht entspricht.“

Über die endgültige Einführung des zunächst auf drei Jahre begrenzten Kümmerer-Projekts soll der Verkehrsausschuss der Region erstmals am 11. September beraten. Am 25. September fällt dann die Regionsversammlung das endgültige Urteil – auch über die Höhe der Beteiligung. Nur fünf Tage, bevor die Bewerbungsfrist für Kommunen abläuft – die man nach jetzigem Stand verstreichen lassen würde, erklärte Aden gegenüber der NDZ.

Um noch mehr Kommunen zu locken, soll die Politik auch eine Anhebung des Projekt-Etats von bislang 80 000 auf 110 000 Euro im Jahr beschließen. Damit wäre genug Geld da für acht Teilnehmer. Doch bislang ist man nicht nur bei der heimischen Verwaltung skeptisch: Bislang nehmen nur Neustadt und Seelze fest teil. Den Wunsch habe laut Vorlage auch Hannover geäußert, „konkretes Interesse“ gebe es in Sehnde und Wunstorf. Aus Springe und Wennigsen habe man immerhin „positive Rückmeldungen“ bekommen, schreibt die Regionsverwaltung. Ein Umstand, den Aden nicht leugnet: „Dass wir das Projekt grundsätzlich positiv finden, haben wir gleich gesagt.“ Auch in den Ortsteilen mit Bahnhof war der Wunsch nach einer Teilnahme groß.

Weitere 80 000 Euro sollen in ein Anti-Graffiti-Vorhaben fließen: Mit dem Geld soll sich die Service-Tochter der Deutschen Bahn um die schnelle Beseitigung von Sprühereien an allen Nahverkehrsstationen der Region kümmern – also auch Springe, Völksen/Eldagsen und Bennigsen. Vorher sollen alle Bahnhöfe mit Vertretern von Kommunen und Region bereist werden, um betroffene Flächen und Bauwerke zu identifizieren.



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