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Bad Münder nicht auf dem Einbrecher-Radar

Im Landkreis steigt die Zahl der Einbrüche. Hameln, Hehlen, Grupenhagen – an vielen Stellen meldet die Polizei derzeit geknackte Schlösser und aufgehebelte Fenster. Eine Entwicklung, die für Bad Münder nicht zutrifft.

Die Bundesstraßen 442 und 217 im münderschen Stadtgebiet zählen zu den Strecken, die die Polizei besonders intensiv kontrolliert.
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Benedikt Dittrich Redakteur zur Autorenseite

„Trotzdem haben wir ein Auge auf das Gebiet“, erklärt Jens Petersen, Sprecher der Polizei im Landkreis. Denn Kernstadt und Ortsteile sind wegen der Nähe zu den Bundesstraßen und der Autobahn seit jeher attraktiv. Die Ausfallstraßen werden entsprechend auch regelmäßig in Kontrollen mit einbezogen, um eventuell durchreisende Verbrecherbanden zu stellen, wie Petersen bestätigt. „Aber die Region ist derzeit sehr ruhig“, erklärte Petersen weiter.

In den vergangenen Monaten hatte es nur vereinzelt Einbrüche in Betrieben gegeben, in Privatwohnungen stiegen Fremde laut Polizei eher selten ein. „Täter, die aus dem Ort stammen, gibt es auch eher in der Drogenszene“, erklärt Petersen. Eine derartige Beschaffungskriminalität von Drogenabhängigen gebe es in Bad Münder aber nicht.

Trotzdem warnen die Polizeibeamten vor Ort vor Einbrechern, die vor allem jetzt, in der dunkleren Jahreshälfte unterwegs sind. „Man sieht ja jetzt sofort, wer nicht zuhause ist“, erklärt Polizeihauptkommissar Michael Rohde. Am Wochenende werden außerdem die Uhren wieder um eine Stunde zurückgedreht – es wird also wieder früher dunkel. Entsprechend gebe es naturgemäß im Herbst und Winter mehr Einbrüche, erklärt Rohde.

„Eine gute Nachbarschaft ist da goldwert“, sagt der Polizist. Wer länger verreist ist, sollte dafür sorgen, dass die Wohnung weiter bewohnt wirkt. „Briefkasten leeren, Mülltonnen rausstellen, keine Fenster gekippt lassen, das kann schon viel helfen.“ Über Zeitschaltuhren könnte man außerdem im ersten Stock dafür sorgen, dass die Lichter brennen – und damit die Wohnung bewohnt aussieht: „Im Erdgeschoss bringt das eher wenig, weil man ja reingucken kann und sieht, dass niemand zuhause ist.“

Die Polizei ist nun auch verstärkt präventiv auf Streife in Wohnbezirken, aber auf Hinweise angewiesen, wie Rohde weiter erklärt. Wer etwas Verdächtiges bemerkt, könnte sich vorausschauend auch Aussehen der Menschen oder ein Kennzeichen notieren. „Falls dann tatsächlich was passiert, kann so ein Tipp für die Ermittlungen hilfreich sein“, so Rohde. „Lieber die Polizei einmal zu viel als einmal zu wenig anrufen.“



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