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B 217: So geht's weiter mit der Ortsdurchfahrt Holtensen

HOLTENSEN .Bereits seit Jahren plant das Land den großflächigen Umbau der Holtenser Ortsdurchfahrt an der Bundesstraße 217. Nun ist das Großprojekt einen wichtigen Schritt weiter gekommen: Vor einigen Tagen veröffentlichte die Region Hannover als zuständige Behörde den sogenannten Planfeststellungsbeschluss.

Für die Ortsdurchfahrt durch Holtensen steht der Planfeststellungsbeschluss. Gebaut werden kann allerdings noch nicht. FOTO: MISCHER
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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Dieser steht am Ende einer umfangreichen Beteiligung von Bürgern und Behörden.

Losgebaut werden kann nun aber trotzdem noch nicht sofort: Die Verantwortlichen peilten mit Blick auf den Zeitaufwand durch Ausschreibungen, Vergabe und Vorbereitungen (etwa die Blindgängersuche) das kommende Jahr an. Dann kommt auf Pendler und Gelegenheitsfahrer zwischen Bad Münder, Springe und Hannover ein Großprojekt zu: Das Land schätzt die Bauzeit für das letzte unsanierte Teilstück der B 217 auf mindestens zwölf Monate.

Knapp 500 Meter lang ist die teils marode Strecke zwischen beiden Ampelkreuzungen. Sie soll nicht nur saniert und von vier auf zwei Fahrspuren verengt, sondern auch mit neuen Radwegen ausgestattet werden. Auch die Sicherheit soll steigen: Bislang gilt die Ortsdurchfahrt als anfällig für Unfälle. Gesamtkosten des Projekts: voraussichtlich gut 1,6 Millionen Euro. Während der Bund Fahrbahn und Radweg zahlt, übernmimmt das Land Teile der Kosten an den Kreuzungen. Die Gemeinde Wennigsen, zu der Holtensen gehört, muss Gehwege und Parkplätze zahlen.

Ende 2017 kündigte die zuständige Straßenbehörde gegenüber der NDZ an, man gehe zumindest zeitweise von einer Vollsperrung aus. In einem Planungsentwurf ist in jedem Fall die Rede von „größeren Verkehrsbehinderungen“, mit denen man rechne, wenn der Verkehr umgeleitet oder zumindest halbseitig fließt.

Mit Einschränkungen für den Autoverkehr rechnen die Planer nach Fertigstellung der Maßnahme übrigens nicht: Zwar wird die Zahl der Fahrspuren halbiert. Für Linksabbieger zur Tankstelle soll es eine kleine Extra-Spur geben. Faktisch werden die äußeren Spuren aber ohnehin schon heute als Parkstreifen genutzt; der meiste Verkehr rollt innen. Und zwar nicht wenig: Durch Holtensen rollen einer Verkehrszählung zufolge etwa 16 000 Fahrzeuge am Tag – etwa 4 Prozent sind Lkw.

Entschieden hat das Land im jetzt veröffentlichten Beschluss auch über die Kritik einiger Anwohner: Diese hatten etwa kritisiert, durch den breiteren Gehweg und eine verlegte Bushaltestelle komme auf sie mehr Arbeit und Lärm zu. Auch der Betreiber eines Restaurants fürchtete, ohne die Parkplätze auf der äußeren Fahrspur Probleme zu bekommen. Das Land wies alle Einwände zurück. Die Anlieger haben nun einen Monat Zeit gegen den Beschluss zu klagen.



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