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Autoteilen in Springe: Start vermutlich im Frühjahr 2019

SPRINGE. Nach jahrelangen vergeblichen Bemühungen ist der Stadt ein kleiner Durchbruch gelungen: In einigen Monaten wird in Springe Carsharing angeboten werden.

Auto auf Zeit: Springer können bald Carsharing nutzen. FOTO: Deutsche-Bahn-Connect

Bei der europaweiten Ausschreibung hat sich das „Flinkster“-Netzwerk vom Anbieter Deutsche Bahn Connect durchgesetzt. „Endlich“, freut sich Bürgermeister Christian Springfeld.

Mit „Flinkster“ habe die Stadt ein „sehr sympathisches und modernes Unternehmen“ gewinnen können. Springe hatte sich erhofft, durch den Zusammenschluss mit der Region, dem Klinikum und den Städten Burgwedel, Gehrden und Neustadt am Rübenberge, einen Anbieter zu finden – und das ist tatsächlich gelungen. „Es lag am blöden Vergaberecht, dass das alles so lange gedauert hat, weil man viele Vorschriften beachten muss.“ Er sehne sich nach dem Tag, an dem die ersten Fahrzeuge in Springe stehen werden. Noch sei kein konkreter Starttermin bekannt. Voraussichtlich sollen die Autos ab dem Frühjahr 2019 an acht Standorten in den vier beteiligten Städten bereitstehen.

Die Fahrzeuge sollen während der Dienstzeit den Mitarbeitern der Stadtverwaltung zur Verfügung stehen – außerhalb dieses Zeitraums aber für alle Springer buchbar sein.

Insgesamt will „Flinkster“ 13 Fahrzeuge stellen. „Wir freuen uns, dass wir mit der Deutsche Bahn Connect einen zuverlässigen und erfahrenen Partner gewinnen konnten“, freute sich der Verkehrsdezernent der Region Hannover, Ulf-Birger Franz, der den Verkehrsausschuss über die Vergabe informierte.

Björn Czyborra-Rätsch, Regionalleiter Nord, der Deutsche-Bahn-Connect, ist vom Erfolg des Projekts überzeugt: „Die Region Hannover hat sich für eine zeitgemäße Mobilitätslösung entschieden, die einfach und zugleich kostengünstig zu realisieren ist. Die Fahrzeugflotte wird von Deutsche-Bahn-Connect bereitgestellt. Nutzer aus der Verwaltung und Privatkunden zahlen nur die jeweilige Fahrt, entsprechend der Preisliste. Das Auslastungsrisiko liegt bei uns als Anbieter.“

„Besonders in kleineren Kommunen scheitert Carsharing häufig an einer zu geringen Auslastung der Fahrzeuge in der Startphase“, erläutert Franz. „Die Region Hannover setzt daher auf die Integration von Carsharing-Fahrzeugen in kommunale und betriebliche Fuhrparks. Die Kommunen und das Klinikum fungieren bei diesem Modell als Anker-Kunden, denen die Autos während der Dienstzeiten exklusiv zur Verfügung stehen. Abends und am Wochenende stehen sie dann auch allen Einwohnern zur Verfügung – also genau dann, wenn die private Nachfrage am stärksten ist.“

In den kommenden Wochen bereiten alle Projektpartner die Umsetzung vor Ort vor: Die Fahrzeuge müssen bestellt, Stationen eingerichtet und die Fuhrparksoftware in den Verwaltungen umgestellt werden.sah



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