weather-image
12°

Autofahrer fahren viel zu schnell durch Wülfinghausen

WÜLFINGHAUSEN. „Recht heftig“ fielen auch die Ergebnisse der jüngsten Geschwindigkeitsmessungen in Wülfinghausen aus – so fasste es Verwaltungsmitarbeiter Michael Damm am Mittwochabend im Ortsrat zusammen.

Eine Geschwindigkeitstafel soll’s bislang richten: Doch auch in der Kurve der Ortsdurchfahrt Wülfinghausen, nahe des Klosters, drücken viele Autofahrer zu stark aufs Gaspedal. Foto: Helmbrecht.
juliett

Autor

Juliet Ackermann Volontärin zur Autorenseite

Und damit hatte er nicht untertrieben: Mit im Schnitt 69,7 Stundenkilometern statt der erlaubten 50 rasten die Verkehrsteilnehmer demnach durch den Ort Richtung Mehle.

48 Stunden lang waren vom 18. bis 20. Juli mit sogenannten Zählplatten im Boden Anzahl und Geschwindigkeit vorbeifahrender Autos erfasst worden – Motorräder ausgenommen. An gleich drei Messstellen wurden Autos gezählt: Der erste Punkt befand sich am nördlichen Ortausgang von Eldagsen kommend, der zweite nahe des Klosterguts. Die dritte Messung wurde am Ortsausgang in Richtung Mehle durchgeführt.

Vor etwa einem Jahr hatte der ermittelte Durchschnittswert, der die schnellsten Autofahrer statistisch ausklammert, 71 Stundenkilometer betragen – es ist also kaum besser geworden. „Es ist erkennbar, dass die Geschwindigkeiten reduziert werden müssen“, sagte Damm über die Ergebnisse. „Jetzt haben wir es noch mal schwarz auf weiß“, sagte auch Ortsbürgermeister Heinrich Freimann. Nun könne der Handlungsbedarf auch klar begründet werden, sodass ab Frühjahr 2019 entsprechende Mittel freigegeben werden können: Angedacht ist, den mobilen Blitzer, den die Stadt ab kommenden Frühjahr mieten will, auch im Ort aufzustellen. „Das finde ich gut“, sagte Freimann.

Er halte es jedoch nur für eine kurzfristige Lösung. Zudem würden automatische Radar-Erkenn-Anlagen Lkw-Fahrer im Vorfeld warnen. Benjamin Moß (SPD) widersprach: „Bei mobilen Radar-Geräten können Lkw-Fahrer das nicht vorher einsehen. Wenn der Blitzer eine Woche da gestanden hat, werden wir das signifikant merken.“

Um Autofahrer am Rasen zu hindern, beschlossen die Ortsratsmitglieder einstimmig, einen Zebrastreifen im Ort zu beantragen. Zudem soll nicht nur vor der nördlichen, sondern auch der südlichen Ortseinfahrt ein 50-Stundenkilometer-Schild aufgestellt werden. Unterstützung der Region Hannover für bauliche Maßnahmen wie Aufpflasterungen oder Verkehrsinseln können sie sich jedoch nicht erhoffen – denn diese sieht als Baulastträger der Mehler Straße davon ab.



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt