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Ausschuss segnet Innenstadt-Umbau ab

Die erste Hürde ist genommen: Der Planungsausschuss des Rats hat sich am Dienstagabend einstimmig für die aufwendige Umgestaltung der Innenstadt ausgesprochen. Was die Politiker fordern:

Soll abgerissen werden: das alte Woolworth-Gebäude.
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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

SPRINGE. Der Grundsatzbeschluss soll bis zum 9. März durch weitere Gremien und schließlich durch den Rat bestätigt werden.

Zuvor hatten mehrere Ausschussmitglieder das Projekt gelobt und die Notwendigkeit betont, den Neubau der Geschäfte optisch an die Altstadt anzupassen. Die Investoren Peter Othmer und Dennis Melching waren selbst zu Gast in der Sitzung. Und betonten, das Projekt falle und stehe mit dem Erfolg der laufenden Kaufverhandlungen mit den Gebäudeeigentümern. Scheiterten diese, „dann geht es nicht“, so Othmer.

Wie berichtet wollen die beiden Investoren auf einer Fläche zwischen Nordwall, Fünfhausenstraße und Niederntor zahlreiche Häuser abreißen und stattdessen einen Parkplatz für 100 Autos, einen großen Supermarkt und mehrere Geschäfte errichten. Die Stadt unterstützt das Projekt grundsätzlich und erhofft sich positive Effekte für die gesamte Innenstadt.

Bürgermeister Christian Springfeld wünschte sich, die Politik möge das Projekt erst einmal nicht bremsen, sondern mit dem Grundsatzbeschluss stärken: Viele Details würden erst im Laufe der weiteren Planungen geklärt.

Architekt Joachim Riemer stellte dem Ausschuss die Planungen noch einmal vor - und erklärte, erste Überlegungen habe es schon vor acht Jahren gegeben. Wie berichtet hatten sich Überlegungen, an gleicher Stelle eine kleinere Lebensmittelmarkt-Lösung zu etablieren, zwischenzeitlich zerschlagen. Riemer betonte auch, es handele sich jetzt bei den neuen Entwürfen um „eine Diskussionsgrundlage“.

Planerische Herausforderungen wie die Lage des großen Parkplatzes direkt an der Straße seien auf Vorgaben der Ankermieter Rossmann und Rewe zurückzuführen. Eine Anmerkung, die Ratsherr Arnd Bachmann (AfD) zu der Forderung brachte, man solle als Stadt „erhobenen Hauptes“ in die Gespräche gehen: „Was wir da bauen, das bleibt 50 Jahre da. Wir sollten uns nicht kleinmachen.“

Laut Riemer ist geplant, zunächst die hinteren Wohn- und Geschäftshäuser bis zur Höhe Bohnstraße abzureißen. Wenn dort die neuen Märkte und Ladenlokale gebaut sind, wollen der Drogeriemarkt und andere Geschäfte aus dem alten Woolworth-Gebäude ausziehen, das dann für den Parkplatz weichen soll.

Othmer und Melching rechnen mit mit Gesamtkosten von mindestens 10 Millionen Euro. Als nächstes Gremium spricht am Donnerstag der Ortsrat Springe über die Pläne. Die Politiker treffen sich um 18 Uhr im Alten Rathaus.

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