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Nach über einem Jahr Pause und langwieriger Renovierung öffnet das Jugendzentrum am Markt wieder

Aus dem Weltraum nach Eldagsen

Eldagsen (zett). An Selbstbewusstsein mangelt es den Organisatoren nicht: In einem Comic, der zur Wiedereröffnung des renovierten Jugendzentrums Eldagsen im Ort verteilt wurde, kommt sogar ein Außerirdischer mit seinem Raumschiff den weiten Weg an den Deister geflogen – um in den neu gestalteten Räumen am Marktplatz Abenteuer zu erleben.

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Doch die ungewöhnliche Werbung ist auch nötig: Mehr als ein Jahr lang waren die Räume jetzt geschlossen. „Die früheren Nutzer sind inzwischen wohl hier rausgealtert“, sagt der zuständige Jugendpfleger Klaus Strecker von der Stadt. Er ist aber optimistisch, dass das Angebot weiter angenommen wird: Schon knapp eine Stunde nach der Wiedereröffnung gestern Nachmittag seien gut 20 Jugendliche in den Räumen am Marktplatz gewesen.

Angelockt haben könnte einige von ihnen auch besagter Comic, der Teil eines Werbezettels für das Zentrum ist. 1000 Stück hat Strecker drucken lassen, mehrere hundert Exemplare verteilten freiwillige Helfer in den vergangenen Tagen in ganz Eldagsen.

Die ersten jungen Gäste konnten gestern dann das Resultat der monatelangen Sanierungsarbeiten bewundern. Strecker erinnerte daran, wie zu Beginn beim Lösen der Tapeten ein alter, undichter Schornstein mit Ofenanschluss auftauchte, der von einem Maurer abgedichtet werden musste. Dabei wiederum litten Putz und Fußboden. Die nächsten Handwerker rückten an – und beschädigten bei ihren Arbeiten prompt eine Wasserleitung. Schließlich erneuerte die Jugendpflege – auch mit Hilfe von Fachleuten aus dem Ort – noch die Elektrik, die Küche und die sanitären Anlagen. „Das hat alles auch etwas gedauert, weil die Stadt nun mal wenig Geld hat“, erklärte Strecker.

Von dem Ergebnis der Arbeiten überzeugten sich gestern nicht nur die Jugendlichen aus Eldagsen. Auch Vertreter des Springer Jugendparlaments kamen auf einen Besuch vorbei – genau wie der Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, Ratsherr Bastian Reinhard (SPD). Sie alle lobten die erfolgreiche Renovierung und das Angebot des Zentrums.

Fehlt nur noch ein Name. Auf dem Schild am Eingang des Jugendzentrums steht zwar noch „Elcatraz“ – „aber damit bin ich nicht mehr so glücklich“, sagt Strecker. Er will in den kommenden Wochen neue Ideen sammeln, gemeinsam mit den Jugendlichen aus Eldagsen.

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