weather-image
18°
Stadtwerke nehmen größte Solaranlage in Springe offiziell in Betrieb / Thema soll in den Unterricht einfließen

Auf der Sonnenseite des Schulzentrums wird gefeiert

Springe (ric). Das Rahmenprogramm war gewaltig: Für die offizielle Einweihung der Solaranlage auf den Dächern des Schulzentrums Süd waren gestern mehrere hundert Gäste zu einer Feierstunde in der Aula zusammengekommen, darunter Ratsmitglieder, Stadtwerke-Mitarbeiter und Personal beteiligter Firmen sowie die Gerhart-Hauptmann-Schüler und die des Otto-Hahn-Gymnasiums.

Nach der Feier in der Aula nach oben: Auf neun Dächern des Schul

Bürgermeister Jörg-Roger Hische, gleichzeitig Stadtwerke-Aufsichtsratschef, sprach von einem „richtungsweisenden Schritt“ und davon, dass der Energieversorger weitere Solarprojekte in Springe plane. „Wir wissen um die Knappheit der Rohstoffe und darum, wie wichtig es ist, sie für nachfolgende Generationen zu erhalten.“

Projektleiter Stefan Ludewig stellte die technischen Details vor. Er wird als Solarpate regelmäßig Projekte mit den Schülern durchführen, für Stadtwerke-Boss Helmut Rohmann eine Herzensangelegenheit: „Wir erzeugen hier nicht nur Strom, das Thema wird auch nachhaltig in den Unterricht einfließen.“

Passend zum heutigen „Tag der erneuerbaren Energien“ hatten zwei neunte Klassen eine Ausstellung vorbereitet. Im Physikunterricht hatten sie sich damit beschäftigt, wie Energie gewonnen werden kann, ohne die Ressourcen auszuschöpfen oder die Umwelt zu schädigen: Untersucht wurden die Bereiche Photovoltaik und Solarthermie, die Verschattung von Modulen, also die Leistungsabnahme durch Hindernisse, Wasser- und Windkraft, Biogas und Biomasse.

OHG-Schulleiter Carl-Clemens Andresen wies darauf hin, dass die Idee einer Solaranlage ursprünglich von Eltern stammte. „Möge die Sonne über diesem Projekt immer so scheinen wie heute – und den Schülern zugute kommen“, sagte der Rektor.

Die technischen Details

Springes größte Solaranlage ist komplett auf den neun Flachdächern des Schulzentrums Süd verteilt. 871 Solarmodule neigen sich in einem Winkel zwischen 25 und 30 Grad der Sonne entgegen. Sie sind in Kunststoffwannen verankert, die auf einem Schaumstoffteppich stehen. Elf sogenannte Wechselrichter wandeln den Gleich- in Wechselstrom um. Die Fläche der Module beträgt 1115 Quadratmeter. Sie können eine Leistung von 152 Kilowatt erbringen und damit theoretisch 50 Privathaushalte versorgen. Der Jahresertrag liegt bei einer Leistung von 140 000 Kilowatt-Stunden. Eingespart werden durch die alternative Technologie im selben Zeitraum 84 Tonnen Kohlendioxid, das heißt, dass etwa 20 bis 25 Tonnen Kohle weniger in Kraftwerken verbrannt werden müssen. Übrigens: Das Weserbergland zählt mit 1000 Kilowatt-Stunden pro Jahr und Quadratmeter zum unteren Drittel der sonnenverwöhnten Gebiete in Deutschland. In manchen Gegenden liegt dieser Wert bei 1230.



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt