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SPD-Abteilung Springe-Alvesrode will sich Bürgern nähern – und scheut keine Selbstkritik

Auf dem Weg zu klaren Positionen

Springe (ric). Nach der Wahl ist vor der Wahl. Und da stellt sich einer eingesessenen Partei wie der SPD in Zeiten enternder Piraten die Frage, wie es zukünftig weitergehen soll. Bei der Jahresversammlung der Abteilung Springe-Alvesrode haben die Genossen durchaus kritisch darüber diskutiert.

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„Sozialdemokratischer Sparverein“ nennt Richard Höptner seine Partei. Der Präsident des Landesrechnungshofes gab sich verwundert darüber, dass im Jahr der Kommunalwahl, bei der die SPD drei Stadtratsmandate verloren hat, sogar ein kleiner finanzieller Gewinn gemacht wurde. Und als es um die „Themensammlung“ zum nächsten Großereignis, den Urnengang zum neuen Landtag im Januar 2013 ging, stellte Höptner die Grundsatzfrage: „Ist es noch zeitgemäß, sich über Themen zu definieren?“ Schließlich hätten die Piraten auch kein Programm. Klar ist, dass die Springer SPD nicht an den Komplexen Schulentwicklung, Energiereform und kommunaler Haushalt vorbeikommt – will sie auch nicht. Und doch regte Heike Hessenkamp aus Alvesrode an, „über den eigenen Schatten zu springen“. Ob Springe tatsächlich noch eine Gesamtschule braucht, wo es die in Bad Münder und Wennigsen längst gibt? Die Genossen sind sich sicher: Sie wollen weg vom ideologischen Kampf, vom Abstrakten, wieder näher hin zum Bürger.

Und was die Bevölkerung bewegt, wissen sie: Massentierhaltung, Biogasanlagen, Sporthallen oder emotionale Themen wie die im Steinbruch Hamelspringe geplante Aschedeponie – das Mitbestimmungsbedürfnis ändere sich. Die Genossen wollen in Streitfragen klarere Positionen beziehen. Bis zur nächsten Sitzung wollen sie sich dazu weiter Gedanken machen.

Für die heimische SPD kandidiert bei der Landtagswahl der 57-jährige Rudi Heim – den Ronnenberger kennt in Springe noch kaum jemand. Damit sich dies ändert, nehmen Abteilungschef Carsten Marock und seine Mitstreiter Heim an der Hand und besuchen mit ihm Veranstaltungen. Und auch wenn Jörg Gassl dieses Vorgehen als wenig Erfolg versprechend ansieht, soll daran festgehalten werden. „Rudi muss sich sehen lassen“, ist Helmut Kürsten überzeugt.



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