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Chefin der SPD-Ratsfraktion meldet Kandidatur an und macht damit Parteivize Buckup Konkurrenz

Auch Kreipe zieht es in den Landtag

Springe (mf). In der Springer SPD bahnt sich ein Duell um die Landtagskandidatur an: Nach Parteivize Michael Buckup hat nun auch Fraktionschefin Katrin Kreipe ihre Bewerbung angekündigt.

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Die 38-jährige Ratsfrau bestätigte auf NDZ-Anfrage, dass sie ihren Hut beim Ortsvereinsvorsitzenden Eberhard Brezski in den Ring geworfen hat. Dieser hatte Mitte Dezember alle an einer Kandidatur interessierten Parteigenossen aufgefordert, sich bis spätestens 3. Januar, 12 Uhr, beim Vorstand zu erklären.

In den fünf Jahren ihrer Ratsangehörigkeit, davon die vergangenen drei Jahre als Vorsitzende der Fraktion, habe sie „sehr viel politische Erfahrung sammeln können“, wirbt Kreipe. Sie wisse aus der täglichen Arbeit vor allem um die Probleme der Kommunen. Falls sie es in den Landtag schafft, wolle sie sich für eine bessere Finanzausstattung der Gemeinden und Kreise einsetzen, kündigt Kreipe an.

Am Herzen liegt der Mutter eines siebenjährigen Sohnes auch das Thema Kinderbetreuung. Zwar werde inzwischen viel für Jungen und Mädchen im Kindergartenalter getan, Eltern schulpflichtiger Kinder hätten es jedoch noch immer sehr schwer. „Die müssen zusehen, wie sie mit maximal sechs Wochen Urlaub ihre Kinder während deren zwölf Ferienwochen betreuen. Insbesondere für Alleinerziehende ist das praktisch nicht machbar, wenn sie berufstätig sind“, weiß Kreipe.

Die gebürtige Hamburgerin machte in der Hansestadt zunächst eine Ausbildung zur Groß- und Außenhandelskauffrau. Anschließend studierte sie Geschichte und Politikwissenschaften in Hannover. Dort lernte sie auch ihren Ehemann kennen, einen gebürtigen Eldagsener. Vor zehn Jahren zog das Paar nach Springe. Kreipe trat 1991 in die SPD ein.

Die innerparteiliche Konkurrenz zu Michael Buckup, der schon frühzeitig seine Ambitionen auf ein Landtagsmandat öffentlich gemacht hatte, sieht die Fraktionsvorsitzende nach eigenen Worten „ganz entspannt“. Wer sich um einen solchen Posten bewerbe, müsse mit weiteren Kandidaten rechnen. „So ist das Geschäft.“ Entscheiden werde am Ende die Parteibasis.

Zu weiteren Details will sich Kreipe nicht äußern – mit Rücksicht auf das noch bis übermorgen laufende Meldeverfahren im Ortsverein.

Unabhängig von der Frage, wer von ihnen beiden das Rennen in der Springer SPD machen wird, müssen sich Buckup und Kreipe auch auf Konkurrenz von außen einstellen. Denn offenbar läuft sich hinter den Kulissen auch Hemmingens Bürgermeister Claus-Dieter Schacht warm. Gegenüber der NDZ hatte der Politiker erklärt, über eine Kandidatur nachzudenken. Und Schachts Hemminger Parteifreundin Kerstin Liebelt, derzeit bereits Mitglied in der Regionsversammlung, gilt ebenfalls als Anwärterin auf eine Kandidatur am 20. Januar 2013.

Auch im gegnerischen Lager dominieren derzeit Springer: In der CDU gilt Gabriela Kohlenberg aus Völksen, die bereits die zweite Legislaturperiode dem Landtag angehört, als gesetzt. Und bei den Grünen werden Elke Thielmann-Dittert aus Bennigsen gute Chancen attestiert.



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