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Arbeitslosigkeit in Springe und der Region geht zurück – aber Kurzarbeit nimmt wieder zu

SPRINGE/REGION. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in Nürnberg erwartet für die kommenden Monate eine leicht steigende Arbeitslosigkeit. Heike Döpke hatte schon im Dezember damit gerechnet, etwa wegen der Auswirkungen der vierten Corona-Welle auf den Handel, die Gastronomie und die Veranstaltungsbranche. „Zum Glück ist das aber nicht festzustellen“, sagt die Geschäftsführerin der Arbeitsagentur Hannover.

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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite
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Tatsächlich hat sich der Arbeitsmarkt in der Region gegenüber dem Dezember 2020 positiv entwickelt. Auch in Springe. Hier waren im Dezember 830 Personen arbeitslos gemeldet, 61 weniger als ein Jahr zuvor. Noch wichtiger, so Holger Habenicht, der Pressesprecher der Arbeitsagentur: Es haben sich auch weniger Menschen neu arbeitslos gemeldet: 115 waren es, 27 weniger als im Vorjahresmonat. 111 Personen haben dagegen ihre Arbeitslosigkeit beendet, 25 weniger als im Dezember 2020.

Die Arbeitslosenquote in Springe liegt damit bei 5,4 Prozent, vor einem Jahr waren es 5,8 Prozent. In Springe bestätigt sich damit der regionsweite Trend. Hier ist die Arbeitslosenquote im Vergleich zum Dezember 2020 um 0,8 Prozentpunkte auf 6,9 Prozent gefallen.

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Die meisten Arbeitslosenmeldungen kommen aus dem Baugewerbe

Den stärksten Zugang an Arbeitslosen verzeichnet das Baugewerbe. Hier sind im Dezember 185 Personen dazugekommen, 43 mehr als vor einem Jahr. Im Gastgewerbe dagegen ist die Zahl der Arbeitslosenmeldungen von 214 im Dezember 2020 auf 200 zurückgegangen. Das hat auch Habenicht erstaunt: „Es war ja schlimm in dem Bereich, etwa wegen der abgesagten Weihnachtsmärkte. Da hätte man gedacht, dass es mehr Entlassungen gibt. Das war aber nicht so.“ Der Arbeitsmarkt habe sich positiv entwickelt, sagt Habenicht.

Arbeitsagentur bereitet sich auf mehr Anzeigen zur Kurzarbeit vor

Die Nachfrage nach Kurzarbeitergeld steigt allerdings wieder deutlich an: „Wir bereiten uns deshalb organisatorisch wieder auf die Bewältigung erhöhter Antragseingänge vor. Damit ermöglichen wir eine schnelle Beratung, Bearbeitung und Auszahlung von Kurzarbeitergeld. Kurzarbeitergeld sichert Beschäftigung und verhindert Arbeitslosigkeit“, erklärt Döpke.

218 Betriebe hätten im Dezember insgesamt 1779 Personen zur Kurzarbeit angemeldet. Das sind zwar deutlich weniger als ein Jahr zuvor, aber ein klarer Anstieg gegenüber den Vormonaten.




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