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Arbeitslosigkeit in Springe Rückgang seit 2012

SPRINGE. Die Zahl der Arbeitslosen in Springe geht laut Statistik zurück – und zwar seit dem Jahr 2012. Dabei konnte die Deisterstadt auch 2017 von der guten wirtschaftlichen Entwicklung profitieren: Die durchschnittliche Arbeitslosenquote sank von durchschnittlich sechs Prozent im Jahr 2016 auf 5,8 Prozent 2017.

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Mischer

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Ralf T. Mischer Redakteur zur Autorenseite

1074 Menschen in Springe waren 2012 ohne Job, 2017 waren es im Durchschnitt 855: Die Zahl der Arbeitslosen am Deister geht laut Statistik der Bundesagentur für Arbeit kontinuierlich zurück. Auch im Bereich der Langzeitarbeitslosigkeit konnte Springe Altlasten abbauen: Bereis 2016 sank die Zahl der Menschen, die ein Jahr oder länger ohne Job sind, auf 318 Personen – 35 weniger als im Vorjahresdurchschnitt.

„2018 wollen wir weitere Potenziale heben und insbesondere den Arbeitslosen, die über ein Jahr ohne Beschäftigung waren, weitere Perspektiven eröffnen, damit sie von dieser positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt noch mehr profitieren können.“, sagt Oliver Bossow, Vize-Chef der Agentur für Arbeit Hannover.

Als weiteres großes Ziel schreibt er sich die Integration von Geflüchteten auf die Fahne: „Das wird eine weitere Herausforderung sein, wir wollen die geflüchteten Menschen über intensive Beratung und Qualifizierung näher an den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt bringen.“ Viele Flüchtlinge würden bei der Zahl der Arbeitslosen nicht mitgezählt, da sie etwa an Weiterbildungen teilnähmen.

In den nächsten Monaten werde sich die Zahl der arbeitslosen geflüchteten Menschen „leicht erhöhen, wenn Qualifizierungsmaßnahmen auslaufen“, prognostiziert Bossow.

Die Beschäftigung wird 2018 weiter steigen, sagen die Prognosen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung voraus. Entsprechend wird sich laut Experten auch der Fachkräftebedarf entwickeln. Angesichts der positiven Entwicklung wird es für Unternehmen zunehmend schwieriger, Fachkräfte zu rekrutieren. „Wir rechnen damit, dass die Bedarfe der Unternehmen von vielen Arbeitslosen nur mit zusätzlichen Fort- und Weiterbildungen gedeckt werden können“, sagt Bossow. „Hier setzen wir mit intensiven Beratungsgesprächen und der Investition in Qualifizierung an.“ Jahreszeitbedingt ist die Zahl der Menschen ohne Job in Springe im Dezember im Vergleich zum November 2017 allerdings leicht angestiegen. Insgesamt waren zum Stichtag 807 Menschen als erwerbslos gemeldet, 20 mehr als im November. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Dezember 5,4 Prozent und war etwas geringer als im Dezember vor einem Jahr. Damals belief sie sich auf 5,6 Prozent.

Kleiner Wermutstropfen: Die Zahl der neuen Arbeitsstellen in Springe selbst ist leicht gesunken: Seit Januar 2017 gingen 734 neue Arbeitsstellen bei der Arbeitsagentur ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das eine Abnahme um 84 Stellen.

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