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Freiwillige des Dorf-Kultur-Erbes wirbeln bei der Gebäudesanierung mächtig Staub auf

Arbeiten im Nebel

Altenhagen I. Der erste Eindruck ist einfach nur staubig. Der Dreck fliegt durch die Luft, sucht und findet den Weg auf Kleidung, legt sich auf Brillen ab und lässt die Zähne knirschen. Unermüdlich steht trotzdem eine Handvoll Ehrenamtlicher im alten Postgebäude – um den Traum vom Dorfladen zu vollenden.

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Autor:

Markus Richter

Fast drei Wochen schon bohren und hämmern die Männer in ihrer Freizeit. Den meisten Staub verursacht Dirk Garberding, der gerade einen Wanddurchbruch schafft. „Unsere Mittel sind begrenzt, aber wir wollen es vernünftig machen“, sagt Michael Wolf, der heute im Blaumann so etwas wie der Bauleiter ist. Die Männer fürs Grobe müssen fast überall den Fußboden erneuern, die Treppe austauschen, Fliesen legen, die Sanitäranlagen sanieren. „Das läuft hier alles über Helfer“, sagt Wolf. Und die sind oft Fachleute, Handwerker, die ihre Freizeit für das Altenhängener Gemeinschaftsprojekt gerne opfern. „Hier engagieren sich alle, auch das gehört zu einer Genossenschaft“, ist etwa Cord Schreiber überzeugt.

Was nach dem „Groben“ folgen wird, ist der Innenausbau samt Elektronik. Danach soll die frühere Verwaltungsstelle das Zentrum des Dorf-Kultur-Erbes sein. Zwar hatten schon im Vorfeld dort Veranstaltungen stattgefunden – so richtig zufrieden konnte aber niemand mit dem Zustand des Hauses sein. Laut Zeitplan soll im Oktober eröffnet werden.

Wie berichtet, sind inzwischen auch weitere Etappen geschafft: Kürzlich wurde der Eintrag ins Genossenschaftsregister am Amtsgericht Hannover vollzogen. Damit öffnen sich weitere Türen: Aus dem Mietvertrag mit der Stadt soll ein Kaufvertrag über das frühere Gebäude abgeschlossen werden. Der Dorfladen soll zu jeder Tageszeit Angebote haben: Einkauf, Frühstück, Kaffeetrinken oder Feierabendbier – auch außen soll das Haus noch ansprechend gestaltet werden.

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