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Jäger registrieren mehr Wildunfälle

Apathisch vor Schmerzen

Boitzum. Die heimischen Jäger registrieren immer mehr Wildunfälle – trotz Warnschildern, die die Autofahrer sensibilisieren sollen. Ein besonders neuralgischer Punkt sei die Kreisstraße zwischen Boitzum und Alferde, sagt Jagdpächter Reinhard Ebeling.

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VON SIMONE HEMPELMANN

„Gerade zu dieser Jahreszeit ist es besonders riskant. Es ist Paarungszeit, und die Rehböcke sind besonders aktiv“, so Ebeling. Gerade am vergangenen Wochenende erreichte ihn wieder einmal ein Anruf der Polizei: Ein Reh war in den frühen Morgenstunden von einem Auto angefahren worden.

Ebeling fand das verletzte Tier in einem Busch nahe der Fahrbahn. „Es war vor Schmerzen schon ganz apathisch“, berichtet er. Dem Jäger sei keine andere Wahl geblieben, als den jungen Rehbock mit einem gezielten Schuss von seiner Qual zu erlösen.

Über die Häufigkeit der Unfälle ist Ebeling, der auch Vorsitzender der Jägerschaft Springe ist, besorgt. „Wir Jäger haben in eigener Initiative an der Strecke Alferde-Boitzum Warnschilder aufgestellt. An der ebenfalls sehr gefährdeten Strecke von Boitzum nach Wülfinghausen, über die das Rehwild auch häufig wechselt, sind ebenfalls Schilder errichtet. Aber die Häufigkeit der Wildunfälle hat sich dadurch leider nicht reduziert“, stellt er enttäuscht fest. Neben dem Rehwild seien auch Hasen und Dachse auf den genannten Strecken schon von Autos überrollt worden.

Besonders in der Dämmerung rät Ebeling den Autofahrern, in den gekennzeichneten Bereichen besonders aufmerksam zu fahren. „Jagdgegner behaupten zuweilen, dass wir das Wild lieber selber schießen möchten, anstatt es überfahren zu lassen. Diese Argumentation kann ich nicht nachvollziehen. Es geht mir um den Schutz des Wildes und darum, dass bei einem Wildunfall durchaus ein Mensch zu Schaden kommen kann.“

Diese Schilder warnen die Autofahrer an der Straße zwischen Boitzum und Alferde. Reinhard Ebeling hatte die Initiative ergriffen, die Schilder aufzustellen, aber die Wildunfälle nehmen nicht ab. Hempelmann



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