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Philips will sich von Werk in Springe trennen / Konzern sucht Investor

Angst um 200 Arbeitsplätze

Springe (mf). Knapp 200 Mitarbeiter und ihre Familien stehen unter Schock: Der Elektrokonzern Philips will sich vom Standort Springe trennen. Das komplette Werk steht zum Verkauf. Findet sich kein Übernehmer, drohen die Stilllegung der Fabrik und damit einhergehend Massenentlassungen.

Kein Tag wie jeder andere: Die Philips-Leuchtenfabrik an der Rathenaustraße – nach außen blieb gestern alles ruhig, innen

Den Beschäftigten wurde die Hiobsbotschaft gestern Vormittag in einer Belegschaftsversammlung mitgeteilt. Die meisten von ihnen reagierten auf die Nachricht mit blankem Entsetzen, Unverständnis und Wut. „Damit hat keiner von uns gerechnet“, machte Joachim Kasper, Betriebsratsvorsitzender der „Philips Technologie GmbH Springe“, verärgert deutlich.

Unternehmenssprecher Bernd Glaser bestätigte gegenüber der Neuen Deister-Zeitung die bekannt gewordenen Pläne: „Es ist beschlossene Sache, dass wir uns aus Springe verabschieden.“ Als Begründung nannte er „Überkapazitäten und Kostengründe“. Zur konkreten wirtschaftlichen Situation vor Ort könne er jedoch mehr nicht sagen, so Glaser. Die Entscheidung sei aber Ergebnis einer „ständigen Überprüfung unserer Aktivitäten hinsichtlich ihrer Effizienz“.

Für die betroffenen Mitarbeiter heißt es nun offenbar erst einmal abwarten und bangen. Findet sich ein anderes Unternehmen, das die Leuchtenfabrik übernehmen will, wären ihre Arbeitsplätze vermutlich gerettet. Andernfalls drohen Kündigungen. Denn das Management lässt keinen Zweifel daran, dass es sich in jedem Fall aus der Deisterstadt zurückziehen will.

In der Hamburger Konzernzentrale will man von Schließungsszenarien aber derzeit noch nichts wissen. Philips-Firmensprecher Glaser beschwichtigt denn auch: „Wir stehen noch ganz am Anfang unserer Bemühungen.“ Einen Zeitplan gebe es nicht. Der Betriebsrat will der Entwicklung unterdessen nicht tatenlos zusehen.



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